ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2010Peter C. Scriba: Transfer von der Wissenschaft in die Politik

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Peter C. Scriba: Transfer von der Wissenschaft in die Politik

Gerst, Thomas

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Peter C. Scriba. Foto: Jürgen Gebhardt
Peter C. Scriba. Foto: Jürgen Gebhardt

Wer ihn beim 113. Deutschen Ärztetag im Mai 2010 erlebt hat, könnte ins Grübeln geraten, warum es einen fixen Zeitpunkt gibt, zu dem man sich aus dem normalen Arbeitsleben verabschiedet. Präzise stellte Peter C. Scriba den Delegierten die Ergebnisse der Förderinititative Versorgungsforschung der Bundesärztekammer (BÄK) vor und begründete überzeugend die Notwendigkeit, diese fortzusetzen.

Seine wissenschaftlichen Meriten, Funktionen und Ehrungen aufzuzählen – dies allein würde den zur Verfügung stehenden Platz sprengen. Deshalb hier die Beschränkung auf einige Schwerpunkte aus der Zeit seines „Ruhestands“ nach der Emeritierung als Lehrstuhlinhaber und Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik, Klinikum Innenstadt der Ludwig-Maximilians-Universität München im Jahr 2000. Von 2002 bis 2007 war Scriba stellvertretender Vorsitzender des Sachverständigenrats für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen, dem er seit 1993 als Mitglied angehörte. Auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der BÄK geht es dem gebürtigen Bremer seit 2002 insbesondere darum, für einen Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Gesundheitspolitik zu sorgen. Nicht zuletzt seinem Engagement ist es zu verdanken, dass sich die Versorgungsforschung mittlerweile zu einem anerkannten Forschungsschwerpunkt entwickelt hat.

Aktuell setzt sich Scriba nachdrücklich für die „Initiative Qualitätsmedizin“ ein, welche die Qualitätssicherung mit der Nutzung von Krankenhaus-Routinedaten vorantreiben will. Am 19. August wurde Prof. Dr. med. Dr. h. c. Peter C. Scriba 75 Jahre alt. Thomas Gerst

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