ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2010Medizinrecht: Jenseits des Gesetzes
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In dieser Publikation sind die relevanten Fakten sehr schön dargelegt, die bei der Weitergabe ärztlicher Unterlagen zu berücksichtigen sind.

Andere, nicht allzu selten vorkommende Situationen jedoch sind nicht erwähnt. Ich habe als Gutachter immer wieder die Situation erlebt, dass ich im Auftrag des Familiengerichts ein Gutachten zu erstellen hatte für die beantragte Einsetzung eines Betreuers. Oftmals musste ich haus- und fachärztliche Unterlagen herbeiziehen, um ein sicheres Urteil erstellen zu können.

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Da die zu begutachtenden Personen meistens gar nicht mehr entscheidungsfähig waren und befugte Personen, zum Beispiel Kinder, Eltern etc. nicht vorhanden waren, um mir die entsprechenden Unterlagen zu besorgen, musste ich mich oft direkt an die Kollegen wenden und um Auskunft bitten. Nach dem Gesetz hätten sie mir eigentlich keinerlei Unterlagen ohne schriftliches Einverständnis der betreffenden Patienten geben dürfen. Dazu aber waren die betreffenden Personen meistens gar nicht mehr in der Lage. So blieb bisweilen nichts anderes übrig, als jenseits des Gesetzes vorzugehen, was ich für irrwitzig halte . . .

Dr. med. Albrecht Pitzken,
51429 Bergisch Gladbach

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