ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2010Borreliose: Patientenbeauftragter sieht Handlungsbedarf

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Borreliose: Patientenbeauftragter sieht Handlungsbedarf

Dtsch Arztebl 2010; 107(33): A-1548 / B-1380 / C-1360

Richter-Kuhlmann, Eva

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Borrelia burgdorferi gehört zu den schraubenförmigen Bakterien (Spirochäten). Foto: vario images
Borrelia burgdorferi gehört zu den schraubenförmigen Bakterien (Spirochäten). Foto: vario images

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), will bei der nächsten Konferenz der Ge­sund­heits­mi­nis­ter eine bundesweite Meldepflicht für die durch Zecken übertragene Borreliose anregen: „Die Borreliose muss zum gesundheitspolitischen Thema werden.“ Denn sie sei keine seltene, sondern eine unterschätzte und verharmloste Krankheit, sagte er bei einer Veranstaltung der Patientenorganisation „Borreliose und FSME Bund Deutschland“ (BFBD). Eingang soll die Problematik auch in das geplante Patientenrechtegesetz finden, dessen Konzept bis Ende des Jahres stehen soll.

Bislang existiert eine Meldepflicht für die Lyme-Borreliose nur in den sechs östlichen Bundesländern. Dort sei die Zahl der Neuerkrankungen in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen, erklärte Dr. med. Eberhard Jüttner, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes. Zudem müsse man von einer hohen Dunkelziffer ausgehen.

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Defizite bestehen den Experten zufolge jedoch nicht nur bei der Diagnostik und Meldung. Häufig würde Borreliose entweder gar nicht, zu spät oder falsch therapiert, kritisierte die Geschäftsführerin des BFBD, Ute Fischer. ER

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