ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2010Annett Halle: Nachwuchsforscherin kehrt nach Berlin zurück

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Annett Halle: Nachwuchsforscherin kehrt nach Berlin zurück

Dtsch Arztebl 2010; 107(33): A-1581 / B-1409 / C-1389

Hibbeler, Birgit

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Annett Halle. Foto: privat
Annett Halle. Foto: privat

Wenn es um den Nachwuchs in der medizinischen Forschung geht, dann wird immer wieder ein „Braindrain“ beklagt. Denn viele junge Wissenschaftler verlassen Deutschland. Doch manche kommen nach einer gewissen Zeit wieder – vor allem, wenn die Anreize stimmen.

Dr. med. Annett Halle (33) ist ein Beispiel dafür, dass ein Auslandsaufenthalt keine Einbahnstraße sein muss. Seit 2005 forschte sie an der University of Massachusetts, USA, kehrte aber nun an die Berliner Charité zurück und ist hier am Institut für Neuropathologie tätig. Beim Aufbau ihrer Arbeitsgruppe wird sie von der Jung-Stiftung unterstützt. Halle erhielt den mit 180 000 Euro dotierten Ernst-Jung-Karriere-Förder-Preis.

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Diese Auszeichnung fördert erfolgreiche Nachwuchsmediziner, die nach mindestens zweijähriger Forschungsarbeit im Ausland zurückkehren, um an einer deutschen Klinik wissenschaftlich zu arbeiten und gleichzeitig die Facharztweiterbildung anstreben. Die Jung-Stiftung will damit einen Beitrag dazu leisten, um hochqualifizierten jungen Medizinern den Weg nach Deutschland zu erleichtern.

Schwerpunkt von Halles Forschungsarbeit ist die Alzheimer-Demenz. Dabei verknüpft sie neurologische und immunologische Fragestellungen. Dadurch sei es Halle gelungen, einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Immunantwort des Gehirns bei der Alzheimer-Erkrankung zu leisten, hieß es in der Laudatio. Birgit Hibbeler

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