ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2010Peter Gschaider: Österreichische Ärzte für Sachsen

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Peter Gschaider: Österreichische Ärzte für Sachsen

Dtsch Arztebl 2010; 107(34-35): A-1640 / B-1453 / C-1433

Hibbeler, Birgit

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Peter Gschaider, Foto: SLÄK
Peter Gschaider, Foto: SLÄK

Während in Deutschland die Krankenhäuser händeringend nach Ärzten suchen, sind für junge Mediziner in Österreich die Aussichten auf einen Job eher schlecht. Dort warten die Uniabsolventen oft monatelang auf eine Stelle als Weiterbildungsassistent. Besonders ostdeutsche Bundesländer versuchen deshalb seit einigen Jahren gezielt, in Innsbruck, Graz oder Wien junge Ärztinnen und Ärzte anzuwerben.

Für Dr. Peter Gschaider (71) eine Win-win-Situation. Er arbeitet im Internationalen Büro der Österreichischen Ärztekammer und unterstützt die Initiative, von der im Prinzip alle Seiten profitieren. Denn die österreichischen Nachwuchsmediziner erhalten einen Weiterbildungsplatz, und die deutschen Krankenhäuser können ihre Personallücken füllen. Eine Sprachbarriere gibt es nicht.

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Für seine Verdienste um die Förderung der deutsch-österreichischen Zusammenarbeit wurde Gschaider nun mit dem Ehrenzeichen der deutschen Ärzteschaft ausgezeichnet. Er unterstütze die neuen Bundesländer in ihrem Engagement gegen den Ärztemangel. Zugleich fördere er mit großem persönlichem Engagement die berufliche Entwicklung junger Ärztinnen und Ärzte, heißt es in der Laudatio.

Gschaider erhielt die Auszeichnung auf Vorschlag der Sächsischen Lan­des­ärz­te­kam­mer. Seit Jahren wirbt Sachsen mit Veranstaltungen und Jobbörsen in Österreich um Ärzte. Am Anfang standen Gespräche zwischen Kammer, Krankenhausgesellschaft und dem Sozialministerium aus Sachsen sowie der Österreichischen Kammer. Circa 80 österreichische Ärzte arbeiten zurzeit in Sachsen. Birgit Hibbeler

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