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Vielen Dank den Autoren für diese nicht nur aus medizinischer Hinsicht interessante Arbeit. In Zeiten aktueller WM-Euphorie sind die fußballhistorischen Aspekte des Artikels natürlich sehr spannend. Die Helden von Bern, der Stolz der jungen Republik, die das „Wir sind wieder wer“ begründeten, zu einem großen Teil mit Hepatitis(C) infiziert? Man darf bei diesen Helden gar nicht fragen, ob die „Vitamin-spritzen“ gezielter Aufbau oder gewolltes Doping waren, ist ihre historische Rolle für viele Bürger doch fast so wichtig, wie die von Adenauer oder das Wirtschaftswunder. Helmut Rahn, der aus dem Hintergrund schießen musste, als Verursacher einer „Epidemie“? Eigentlich sollten diese Fragen mit über 50 Jahren Abstand endlich ohne allzu große Emotionalität zu klären sein. Es wäre tatsächlich schön und inter- essant, die verbliebenen Spieler serologisch und gegebenenfalls auch auf ihren HCV-Genotyp (so sie denn positiv wären) zu testen, um die offenen Fragen des Artikels zu klären oder den schwelenden Verdacht aus der Welt zu räumen. Ob man das von den Althelden wirklich erwarten oder verlangen kann? Hoffen wir einfach, dass wir bei den Helden 2010 diesen Fragen nie nachgehen müssen.

Dr. med. Jan Thoden, Koordinator des Rheumazentrums Südbaden, Universitätsklinikum Freiburg, 79106 Freiburg

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