ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2010Deutsches Ärzteblatt: An der Spitze der Fachmedien

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Deutsches Ärzteblatt: An der Spitze der Fachmedien

Dtsch Arztebl 2010; 107(34-35): A-1597 / B-1421 / C-1401

Stüwe, Heinz

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Heinz Stüwe, Chefredakteur
Heinz Stüwe, Chefredakteur

Schon als vom Internet noch keine Rede war und das Fernsehen gerade seinen Siegeszug begonnen hatte, haben Kulturpessimisten das baldige Ende des gedruckten Wortes vorhergesagt. Die Mediennutzung ist tatsächlich im Wandel, das Internet hat das Leben verändert, privat und beruflich. Aber die Printmedien behaupten sich und widerlegen alle düsteren Prophezeiungen. Auch Ärztinnen und Ärzte möchten die gedruckte Information nicht missen. Nur so lassen sich die neuen Leseranalysen der Arbeitsgemeinschaft LA-MED interpretieren, die regelmäßig die Nutzung medizinischer Fachmedien untersucht. Für die niedergelassenen Allgemeinärzte, Praktiker und Internisten (API) ist die Fachzeitschrift unverzichtbar. Nach den von ihnen genutzten Informationsquellen gefragt, nannten 95 Prozent Fachzeitschriften. Danach folgen Tagungen/Kongresse (83,5 Prozent der Nennungen) und Fachbücher (71,6 Prozent), weit vor dem Internet und Online-Diensten. Während jüngere Ärzte das Internet stärker nutzen als ältere Kollegen, greifen alle Altersgruppen fast gleich häufig zur Fachzeitschrift.

Unter den 13 Fachmedien, zu denen das Marktforschungsinstitut TNS-Infratest Allgemeinärzte befragt hat, hält das Deutsche Ärzteblatt weiterhin die Spitzenposition. 71,1 Prozent der Befragten lesen die Zeitschrift regelmäßig, im Vorjahr waren es 70,8 Prozent. Die Medical Tribune folgt mit 57,6 Prozent Reichweite in dieser Zielgruppe, Arzt & Wirtschaft kommt auf 52,5 Prozent. Zum Teil noch größer ist die Reichweite des Deutschen Ärzteblattes bei den niedergelassenen Fachärzten. So lesen 81,2 Prozent der Internisten jede Woche die Zeitschrift, bei den Dermatologen und bei den Neurologen/Psychiatern sind es jeweils knapp 75 Prozent. Von den Klinikärzten greifen 81,1 Prozent regelmäßig zum Deutschen Ärzteblatt.

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Selbstverständlich hat das DÄ, da es allen Ärztinnen und Ärzten zugestellt wird, eine herausgehobene Stellung unter den Fachmedien. Gerade deshalb aber wird es auch besonders kritisch gesehen. Zudem: Was seit Jahren selbstverständlich ist, wird mitunter nicht besonders geschätzt. Deshalb ist es für die Redaktion eine Bestätigung ihrer Arbeit, wenn die Leserinnen und Leser das Deutsche Ärzteblatt im Vergleich zu anderen Fachmedien als besonders glaubwürdig einschätzen. 63 Prozent der API-Zielgruppe nennen es „relevant zur Berufs- und Gesundheitspolitik“, eine Mehrzahl der Befragten auch „aktuell“ und „nützlich für den Berufsalltag“.

Im Alltag wird das Internet immer wichtiger. Von den niedergelassenen Allgemeinärzten und Internisten ist jeder Zweite täglich im Netz, in der Altersgruppe bis 39 Jahre sind es zwei von drei Ärzten. Nur neun Prozent der Befragten gaben an, dass sie überhaupt nicht im Internet surfen. Bei der beruflichen Internetnutzung der niedergelassenen Hausärzte stehen die Recherche, der E-Mail-Verkehr, die Online-Fortbildung und der Datenaustausch bei Abrechnung und Befunden im Vordergrund. 90 Prozent der Internetnutzer dieser Arztgruppe rufen Informationen von Webseiten der Kammern, Kassenärztlichen Vereinigungen und Berufsverbände ab. Kaum weniger nutzen medizinische Fachportale, 74 Prozent Internetseiten von medizinischen Fachzeitschriften und/oder -zeitungen. Hier schließt sich der Kreis. Nicht zuletzt das umfangreiche Online-Angebot des Deutschen Ärzteblattes von aktuellen Nachrichten über das Archiv und die vielfältigen Zusatzangebote zum gedruckten Heft bis hin zu den Fortbildungsbeiträgen und der Internetzeitschrift Deutsches Ärzteblatt International auf Englisch belegen: Es geht nicht um gedruckte oder elektronische Information. Die Formel, die den Lesern Mehrwert bringt, lautet Print plus Online.

Heinz Stüwe
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