ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2010Ärztemangel: Mangelnde Attraktivität
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„Der Köder muss dem Fisch und nicht dem Angler schmecken.“ Der zentralen Aussage des Autors: „Hauptursache für das negative Image der Niederlassung ist die überbordende Bürokratie, . . .“ möchte ich doch widersprechen. Hauptursache für das negative Image der Niederlassung ist die mangelnde Attraktivität der kurativen Tätigkeit als niedergelassener Arzt in unserem Gesundheitssystem.

In der Rangfolge der hierfür verantwortlichen, vielschichtigen Ursachen rangieren mit Sicherheit die Punkte „Verlässlichkeit“, „Planungssicherheit“, „Arbeitsbelastung“, „mangelnde Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf“, „Chance – Risiko“, „Gängelung durch Politik und Selbstverwaltung“, „inadäquates, intransparentes Vergütungssystem“ , „Budgetierung und Regresse“ noch deutlich vor dem zweifelsohne belastenden Bürokratiemonster . . .

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In einer rasant zunehmenden Schlagzahl werden die niedergelassenen Basisversorger von einer untauglichen Reform in die andere katapultiert, wobei als einzig erkennbarer Sinn und Trend die spürbare Verschlechterung unserer Arbeitsbedingungen und auch der finanziellen Ausstattung des ambulanten, (fach-)ärztlichen Sektors zu erkennen sind. Resignation und „innere Kündigung“ in der niedergelassenen (Fach-)Ärzteschaft sind die nicht zu verkennenden Folgen . . .

Dr. Wolfgang Bärtl, Vorsitzender des Bayerischen Facharztverbandes, 92318 Neumarkt

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