ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2010Julius Ullrich †: Herausragende Verdienste um die Nephrologie

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Julius Ullrich †: Herausragende Verdienste um die Nephrologie

Dtsch Arztebl 2010; 107(34-35): A-1640 / B-1453 / C-1433

Brunkhorst, Reinhard

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Julius Ullrich, Foto: MPI für Biophysik, Frankfurt
Julius Ullrich, Foto: MPI für Biophysik, Frankfurt

Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie trauert um Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Karl Julius Ullrich, einen Wissenschaftler mit bedeutenden und richtungweisenden Verdiensten um die Nephrologie. Seit 1967 war Prof. Ullrich als Direktor der Abteilung Physiologie des Max-Planck-Instituts für Biophysik in Frankfurt am Main tätig, das unter seiner Leitung zu einem der international bekanntesten physiologischen Institute avancierte. Auch nach seiner Emeritierung im Jahr 1993 stand er seinem Institut beratend zur Seite.

Ein besonderes Verdienst von Ullrich sind seine wichtigen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Nierenphysiologie. Hervorzuheben sind vor allem seine vielfältigen Beiträge zu epithelialen Transportprozessen, insbesondere zum intra- und extravasalen Substrattransport, welche heute die Basis für das moderne Verständnis der Nierenphysiologie darstellen. Seine Erkenntnisse sind daher als wichtige Meilensteine in der nephrologischen Forschung einzustufen und wurden mit zahlreichen Auszeichnungen und Ehrungen bedacht.

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So war Ullrich seit 1985 Träger der Franz-Volhard-Medaille, der höchsten Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie. Außerdem war er Ehrenmitglied der Gesellschaft für Nephrologie. Darüber hinaus wurde er zweimal zum Ehrendoktor berufen (Universität Zürich und Freie Universität Berlin), und 1993 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse verliehen.

Am 2. August verstarb Ullrich im Alter von 84 Jahren.

Prof. Dr. med. Reinhard Brunkhorst

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