ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2010Krankenhausstatistik: Privatisierungstrend hält an

AKTUELL

Krankenhausstatistik: Privatisierungstrend hält an

Dtsch Arztebl 2010; 107(34-35): A-1601 / B-1425 / C-1405

Osterloh, Falk

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Im Jahr 2009 wurden 17,8 Millionen Patienten stationär im Krankenhaus behandelt und damit 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus der Krankenhausstatistik des Statistischen Bundesamts hervor. Der Klinikaufenthalt dauerte für die Patienten durchschnittlich 8,0 Tage – und war somit erneut kürzer als im Vorjahr (8,1 Tage).

Acht Tage beträgt die durchschnittliche Verweildauer. Foto: dpa
Acht Tage beträgt die durchschnittliche Verweildauer. Foto: dpa

Die Zahl der Krankenhäuser blieb mit 2 080 nahezu gleich. Während die Zahl der Häuser in öffentlicher Trägerschaft von 665 auf 649 und in freigemeinnütziger Trägerschaft von 781 auf 768 sank, stieg die Zahl der privaten Krankenhäuser von 637 auf 663 und lag somit erstmals über der Zahl der kommunalen Krankenhäuser.

Anzeige

Bei der Anzahl der Betten sind die öffentlichen Krankenhäuser mit 245 066 von insgesamt 503 422 Betten jedoch nach wie vor führend. Die Bettenzahl in freigemeinnützigen Häusern lag 2009 bei 174 782 und diejenige in privaten Häusern bei 83 574 Betten.

Auffallend ist der Trend bei der Rechtsform der kommunalen Häuser. Seit 2002 sank die Zahl der öffentlich-rechtlich geführten kommunalen Krankenhäuser von 586 auf 267 im vergangenen Jahr, die Bettenzahl in diesen Häusern sank von 217 388 auf 107 315. Demgegenüber stieg die Zahl der privatrechtlich geführten kommunalen Krankenhäuser von 231 im Jahr 2002 auf 382 im Jahr 2009, die Zahl der Betten stieg in diesen Häusern von 80 646 auf 137 751.

Die Auslastung der Krankenhausbetten insgesamt lag mit 77,5 Prozent auf dem Niveau des Jahres 2008 (77,4 Prozent). fos

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema