ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2010Palliativversorgung Berlin: Neues Angebot

BERUF

Palliativversorgung Berlin: Neues Angebot

Dtsch Arztebl 2010; 107(34-35): [127]

Blöß, Timo

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Seit Juli haben in Berlin alle gesetzlich Versicherten die Möglichkeit, im Rahmen einer spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) betreut zu werden. Den entsprechenden Vertrag schlossen der Verband „Home Care Berlin“ und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin jetzt mit allen Berliner Krankenkassen.

„Aufbauend auf den in Berlin bereits bestehenden guten Palliativ-Versorgungsstrukturen wollen wir die ambulante Versorgung zum Wohle der betroffenen Patienten spürbar verbessern“, sagte Angelika Prehn, Vorstandsvorsitzende der KV Berlin.

Die Berliner Home-Care-Ärzte, die derzeit eine Genehmigung zur Versorgung schwerstkranker Menschen haben, behalten ihre Sondergenehmigung und betreuen diese Patienten weiterhin.

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„Neben ihnen können nun aber auch weitere Palliativärzte ihre Teilnahme am SAPV-Vertrag gegenüber der KV Berlin erklären, sofern sie die Qualifikationen erfüllen“, erklärte Prehn. Dazu gehören: ein Eintrag ins Arztregister, eine Weiterbildung in Palliativmedizin und der Nachweis von mindestens 75 selbstständig ambulant versorgten Palliativpatienten in den vergangenen drei Jahren.

Die Versorgung der schätzungsweise jährlich 3 000 todkranken Berliner Patienten im häuslichen Umfeld solle vorerst durch 40 Palliativärzte gewährleistet werden, erklärte Harald Möhlmann, Geschäftsführer Versorgungsmanagement der AOK Berlin-Brandenburg.

Seit 2007 haben schwerstkranke Menschen einen Anspruch auf SAPV. Dafür wurden die gesetzlichen Krankenkassen vom Gesetzgeber verpflichtet, entsprechende Versorgungsstrukturen aufzubauen und die ambulante Versorgung schwerstkranker Menschen in der letzten Lebensphase in den Bundesländern weiterzuentwickeln. TB

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