ArchivDeutsches Ärzteblatt36/2010Max Giger: Impulsgeber aus der Schweiz

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Max Giger: Impulsgeber aus der Schweiz

Dtsch Arztebl 2010; 107(36): A-1707 / B-1507 / C-1487

Korzilius, Heike

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Max Giger, Foto: FMH
Max Giger, Foto: FMH

Viele Jahre war er in der Schweiz so etwas wie der oberste Weiterbilder. Dr. med. Max Giger (64) hat während seiner Tätigkeit im Vorstand der FMH (Foederatio Medicorum Helveticorum), der Verbindung der Schweizer Ärzte, von 2000 bis Juni 2010 wesentlich dazu beigetragen, die Qualität der ärztlichen Weiter- und Fortbildung zu verbessern. Der Gastroenterologe war verantwortlich für die jährlichen Befragungen der Weiterbildungsassistenten, hat Visitationen an den Weiterbildungsstätten initiiert, die bei den Evaluationen schlecht abschnitten, und 150 dieser Begehungen als Auditor begleitet.

Am 26. August hat ihm die Bundes­ärzte­kammer „in Anerkennung seiner Lebensleistung“ das Ehrenzeichen der deutschen Ärzteschaft verliehen. Denn Giger hat auch wichtige Impulse für die erste Evaluation der ärztlichen Weiterbildung im vergangenen Jahr in Deutschland gegeben und diesen Prozess aktiv begleitet.

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Internationale Kontakte sind dem Arzt aus Winterthur immer wichtig gewesen. Regelmäßig vertrat er die FMH bei der jährlichen Konsultativtagung der deutschsprachigen Ärzteorganisationen, an der neben der Schweiz Vertreter aus Deutschland, Österreich, Südtirol und Luxemburg teilnehmen.

Auch dort hat sich Giger stets dafür eingesetzt, Missstände und Probleme im Medizinbetrieb klar zu benennen und damit letztlich für mehr Patientensicherheit zu sorgen. Dass er gerade in der Weiterbildung viele Ideen zur Qualitätsverbesserung umsetzen konnte, ist nicht zuletzt seiner freundlich verbindlichen Art und seinem feinen Sinn für Humor geschuldet. Heike Korzilius

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