ArchivDeutsches Ärzteblatt36/2010Unfallbegutachtung: Ein Klassiker

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Unfallbegutachtung: Ein Klassiker

Dtsch Arztebl 2010; 107(36): A-1706 / B-1506 / C-1486

Dehne, Andreas

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Der nunmehr in der zwölften Auflage erscheinende Titel gilt als Klassiker der Begutachtungsliteratur. Traditionell steht hier der Gedanke der Synthese juristischer und medizinischer Aspekte seit Jahrzehnten im Mittelpunkt (begründet wurde der Titel bereits in den 50er Jahren). Es sind alle relevanten Bereiche aus der gesetzlichen Unfall-, Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung sowie der privaten Versicherungen enthalten, ein wichtiger Schwerpunkt wird seit jeher bei den Arbeitsunfällen gesetzt.

Das bereits in der 2005 erschienenen elften Auflage neu aufgenommene Thema „Psychische Störungen nach Unfällen“ ist nunmehr überarbeitet worden. Ebenfalls in der Vorauflage waren aktuelle rechtliche Regelungen wie das Qualitätssicherungsgesetz, Rehabilitationsrecht und Änderungen bei der Rentenversicherung integriert worden; jetzt sind auch die neu gefassten Rechtsvorschriften zur Unfallversicherung aus dem SGB VII eingearbeitet. Viele Abschnitte werden mit einzelnen Literaturhinweisen aus dem Schrifttum und dem Internet als „Tipp“ abgeschlossen. Hier wären noch mehr weiterführende spezielle Angaben wünschenswert.

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Der Titel erscheint seit Jahren unverändert im gleichen, eher konservativ-schlichten Layout, dabei könnte der ab und an auch einmal trockene (juristische) Stoff durchaus durch mehr, vielleicht auch farbige Hervorhebungen, Zusammenfassungen oder Marginalien eingänglich und übersichtlich gemacht werden.

Bedenkt man, dass von den Autoren allein das Finanzvolumen für Begutachtungen nur bei den Unfallversicherungen pro Jahr mit etwa 100 Millionen Euro für jährlich 200 000 Begutachtungen angegeben wird, so wird schnell verständlich, dass die „Unfallbegutachtung“ auf ein breites Anwenderpublikum bei Auftraggebern wie auch bei ärztlichen und juristischen Gutachtern stoßen und weiterhin eine hervorragende Stellung im Spektrum der Begutachtungsliteratur innehaben wird. Neben Ärzten und ärztlichen Gutachtern im weitesten Sinne werden auch Juristen, Behindertenverbände, Selbsthilfeorganisationen und Versicherungen zu den regelmäßigen Nutzern des Buches zählen. Andreas Dehne

Friedrich Mehrhoff, Renate Chr. Meindl, Gert Muhr: Unfallbegutachtung. 12. Auflage. de Gruyter, Berlin 2010, 384 Seiten, gebunden, 79,95 Euro

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