ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2010Jugendsexualität: Jugendliche verhüten so gut wie nie zuvor

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Jugendsexualität: Jugendliche verhüten so gut wie nie zuvor

PP 9, Ausgabe September 2010, Seite 388

Bühring, Petra

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Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren verhüten heute beim ersten Mal besser als je zuvor. Nur je acht Prozent der deutschen Mädchen und Jungen geben an, dabei keine Verhütungsmittel benutzt zu haben. 1980 waren es noch 20 Prozent der Mädchen und 29 Prozent der Jungen. Das ist ein Ergebnis der Studie „Jugendsexualität 2010“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die im Rahmen einer repräsentativen Wiederholungsbefragung seit 30 Jahren regelmäßig Daten zu dem Thema erhebt – diesmal mit dem Schwerpunkt Migration. Auch bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund hat sich das Verhütungsverhalten verbessert, verglichen mit ihren deutschen Altersgenossen verhüten sie jedoch immer noch seltener. Beliebtes Verhütungsmittel ist das Kondom, gefolgt von der Pille bei zunehmender sexueller Aktivität. Häufiger als noch vor fünf Jahren suchen bereits 14-jährige Mädchen einen Frauenarzt auf; ein Trend der auch bei den Migrantinnen festzustellen ist.

Das „erste Mal“ findet in der Regel in einer festen Beziehung statt. Foto: Fotolia
Das „erste Mal“ findet in der Regel in einer festen Beziehung statt. Foto: Fotolia

Deutsche Jugendliche sind verglichen mit 2005 seltener früh sexuell aktiv: Bei den 14-jährigen Mädchen sank der Anteil von sieben auf vier Prozent, bei den gleichaltrigen Jungen von zwölf auf sieben. Ein Drittel der 17-Jährigen hatte bis zu diesem Alter noch keinen Geschlechtsverkehr. In der Regel findet das „erste Mal“ in einer festen Beziehung statt. Jungen aus Migrantenfamilien sind hingegen früher und insgesamt häufiger sexuell aktiv. Migrantinnen sind deutlich zurückhaltender als die Jungen und auch als deutsche Mädchen. Die Studie steht zum Download unter www.forschung.sexualaufklaerung.de pb

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