ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2010Globaler Fonds: Protest gegen geplante Kürzungen

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Globaler Fonds: Protest gegen geplante Kürzungen

Dtsch Arztebl 2010; 107(37): A-1722 / B-1522 / C-1502

Korzilius, Heike

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Mit einer Aktion vor dem Bundeskanzleramt hat Ärzte ohne Grenzen am 9. September gegen geplante Kürzungen beim Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria protestiert. Die Hilfsorganisation forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, international gemachte Zusagen einzuhalten.

Ärzte ohne Grenzen demonstrierte gegen Kürzungen im Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose. Foto: ddp
Ärzte ohne Grenzen demonstrierte gegen Kürzungen im Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose. Foto: ddp

Nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen plant das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die Finanzzusagen für den Fonds in den kommenden drei Jahren von bisher 600 Millionen auf 200 Millionen Euro zu reduzieren. Deutschland ist nach den USA und Frankreich der drittgrößte Geldgeber des Globalen Fonds.

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„Der Fonds ist das wichtigste Finanzierungsinstrument im Kampf gegen die drei großen Infektionskrankheiten Aids, Tuberkulose und Malaria“, sagte Oliver Moldenhauer, Koordinator der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen. „Mit der heutigen Aktion wollen wir zeigen, welche Folgen massive Kürzungen hätten.“ Die Organisation hatte vor dem Kanzleramt ein Behandlungszelt aufgeschlagen, das jedoch wegen Mittelkürzungen sofort wieder geschlossen wurde. Davor warteten symbolische Patienten vergeblich auf lebensnotwendige Medikamente. Der Protest bildete den Auftakt für eine Aktionswoche mehrerer Organisationen. Die Geberkonferenz des Globalen Fonds findet am 4. und 5. Oktober in New York statt. HK

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