ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2010Mammadiagnostik: MRT-Qualitätszertifikat entwickelt

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Mammadiagnostik: MRT-Qualitätszertifikat entwickelt

Dtsch Arztebl 2010; 107(37): A-1724 / B-1524 / C-1504

Zylka-Menhorn, Vera

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Foto: mauritius images
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Dank technischer und methodischer Fortschritte zählt die Kernspintomographie der Brust heute zu den aussagefähigsten Verfahren in der Diagnostik von Brustkrebs. Kritiker, die den Einsatz der Mamma-MRT derzeit ablehnen, führen die Häufigkeit falschpositiver und -negativer Befunde an. Dabei wird übersehen, dass nicht die Untersuchungsmethode an sich problematisch ist. Vielmehr fehlt es in Deutschland häufig an der Expertise der Untersucher und der notwendigen gerätetechnischen Ausstattung in Praxis und Klinik.

Ein Qualitätszertifikat für die Mamma-MRT, das jetzt von der Arbeitsgemeinschaft für individuelle Mammadiagnostik (AIM) e.V. unter Federführung von Prof. Dr. med. Uwe Fischer (Göttingen) und Prof. Dr. med. Christiane Kuhl (Aachen) entwickelt wurde, soll dazu beitragen, einen einheitlichen Standard in der Brustkrebsdiagnostik mittels Kernspin deutschlandweit zu etablieren. Praxen und Kliniken, die das Zertifikat erwerben wollen, müssen eine Mindestzahl an Untersuchungen vorweisen: Für das gehobene Level sind das mindestens 250 diagnostische Mamma-MRT pro Jahr, für das Expertenlevel 500 und mehr als 100 MR-gesteuerte Interventionen. Zertifizierungskriterien und eine Checkliste für Bewerber können unter www.aim-mamma.de downgeloaded werden. Die Zertifizierung erfolgt durch die Prüfstelle für Strahlenschutz GmbH. Anmeldungen sind möglich unter Telefon: 05109 63652 oder per E-Mail an: volker.sendler@pfs-gmbh.de. zyl

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