ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2010Michael Popovic: Mit Leidenschaft für ärztliche Anliegen

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Michael Popovic: Mit Leidenschaft für ärztliche Anliegen

Dtsch Arztebl 2010; 107(37): A-1759 / B-1551 / C-1531

Stüwe, Heinz

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Michael Popovic. Foto: Landesärztekammer Hessen
Michael Popovic. Foto: Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen

Die Kamera vor der Brust war auf Ärztetagen sein Markenzeichen. Die Suche des begeisterten Fotografen nach einem guten Motiv für das Hessische Ärzteblatt machte selbstverständlich nur einen Bruchteil seines Einsatzes aus. Als Hauptgeschäftsführer hat Dr. med. Michael F. R. Popovic seit 1987 die Arbeit der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen geprägt und bundesweit Impulse gegeben. Ende August ist Popovic, Jahrgang 1947, in den Ruhestand getreten.

In Fulda geboren, studierte Popovic in Gießen zunächst Psychologie, bevor er zur Medizin wechselte. Nach dem Studium ging er als Sanitätsoffizier zur Bundeswehr. Er engagierte sich berufspolitisch und wurde früh Funktionsträger im Marburger Bund und in der Kammer. Von 1982 bis 1986 arbeitete er für die Bundes­ärzte­kammer in Köln, zuletzt als Dezernent. Manche seiner damaligen Arbeitsgebiete wurden Schwerpunkte seines Wirkens in Hessen, zum Beispiel die Weiterbildung und die Notfall- und Katastrophenmedizin. Popovic verfolgt ärztliche Anliegen mit Leidenschaft und Durchsetzungskraft. Aus Überzeugung tritt er in medizinethischen Fragen für den Schutz des Lebens ein.

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Nach dem Fall der Mauer beriet Popovic die Thüringer Kollegen beim Aufbau ihrer Ärztekammer. Höchste Anerkennung genießt er bei Ärzten und Politikern in Tschechien, wo er seit 1991 das Ge­sund­heits­mi­nis­terium berät. Popovic wurde vielfach geehrt, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande. Und er bleibt gefragt – zumal ihm der Sinn so gar nicht nach Ruhestand steht. Kürzlich wurde er in das Stiftungskuratorium der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main berufen. Heinz Stüwe

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