ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2010Akupunktur: Das geglaubte Wort heilt
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Danke für den hervorragenden Artikel – nur, was soll’s? Jeder Satz hat meine vollste Zustimmung, sapienti sat, nur dass dasselbe gilt für die Homöopathie, die Astrologie, das christliche Glaubensbekenntnis . . . aber auch für die kleineren Systeme wie Anthroposophie, Bachs Blütenlehre (soll ich gleich Leere schreiben?), Schüsslers Salze und vor allem . . . für die heilige Kuh der Psychoanalyse . . . wobei Freud ein genialer Starmix zwischen griechischer Götteroffenheit und Wiener Moralenge war. Überhaupt waren alle Schöpfer genial, vor allem Hahnemann mit seinem Satz von der linearen Abhängigkeit der Arzneiwirksamkeit von der Rechnungshöhe. Oder mit Eugen Roth gesprochen: Der Patient traut nur widerwillig – dem der’s schmerzfrei macht und billig. – Drum lass nie den Grundsatz rosten: – Es muss a) wehtun, b) was kosten!

Spaß beiseite: Hinter allem steht die Notwendigkeit eines Systems, das von Arzt und Patient akzeptiert wird, aber aufgrund seiner Komplexität einen iatrogenen Vorsprung sichert. Es heilt das geglaubte Wort.

Dr. Dieter Jung, 69117 Heidelberg

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