ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2010Apobank: Klage gegen den Exvorstand

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Apobank: Klage gegen den Exvorstand

Dtsch Arztebl 2010; 107(38): A-1778 / B-1566 / C-1546

Stüwe, Heinz

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Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) verklagt wegen der seit Beginn der Finanzkrise eingetretenen hohen Verluste auf Anlagen in verbrieften Krediten ihren gesamten früheren Vorstand. Werner Albert Schuster, zuständig für Personal, Informatik und Organisation und einziges aus dem früheren Vorstand verbliebenes Mitglied, erhält die Kündigung. Das hat der Aufsichtsrat der Bank am 17. September beschlossen.

Foto: Jardai/modusphoto
Foto: Jardai/modusphoto

Nach Angaben vom Juni 2010 hat die Bank der Heilberufe seit 2007 insgesamt 1,1 Milliarden Euro auf sogenannte strukturierte Finanzprodukte abschreiben müssen, davon 800 Millionen Euro endgültig. Für 2009 hatte die Bank erstmals in ihrer Geschichte einen Verlust ausgewiesen. Der Aufsichtsrat hatte eine Anwaltskanzlei beauftragt, mögliche Verfehlungen von Vorständen zu prüfen. Auf deren Gutachten stützt er die Entscheidung, nach dem früheren „Risikovorstand“ Günther Herion nun auch den früheren Vorstandssprecher Günter Preuß sowie die ehemaligen Vorstandsmitglieder Claus Harald Wilsing und Gerhard K. Girner auf Schadensersatz zu verklagen. Die Genossenschaftsbank gehört mehr als 100 000 Ärzten, Apothekern, Zahn- und Tierärzten. Der neue Sprecher des Vorstands, Herbert Pfennig, hat den verlustreichen Ausflug der Bank an den Kapitalmarkt für beendet erklärt. Die Apobank will sich wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Im ersten Halbjahr 2010 hat das Institut bei einer Bilanzsumme von 42,7 Milliarden Euro 25 Millionen Euro Jahresüberschuss nach Steuern erwirtschaftet. Stü.

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