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Berichte von gastrointestinalen Perforationen im Zusammenhang mit der Gabe von Relistor® Relistor (Wirkstoff Methylnatrexoniumchlorid) ist ein peripherer Opioidantagonist. Aufgrund der eingeschränkten Fähigkeit von Methylnatrexoniumchlorid, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, soll es an peripheren Geweben seine Wirkung entfalten, ohne die opioidvermittelten analgetischen Effekte im zentralen Nervensystem zu beeinflussen. Relistor wird subkutan verabreicht und ist zugelassen zur Behandlung einer opiodinduzierten Obstipation bei Patienten, die in fortgeschrittenen Krankheitsstadien eine palliative Behandlung erhalten und auf übliche Laxanzien nicht ausreichend ansprechen.

Der Hersteller weist auf Fälle von gastrointestinalen (GI) Perforationen hin, die bei mit Relistor behandelten Patienten aufgetreten sind. Weltweit wurden bis Ende März dieses Jahres zehn medizinisch bestätigte Fälle von Darmperforation gemeldet. Aufgrund der schwerwiegenden Ereignisse soll das Arzneimittel bei Patienten mit bekannten oder vermuteten Läsionen des GI-Trakts nur mit Vorsicht angewendet werden, und Patienten sollen dazu angehalten werden, schwere, anhaltende und/oder sich verschlechternde abdominelle Symptome umgehend mitzuteilen. Der volle Wortlaut des Rote-Hand-Briefs ist zugänglich unter www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/Weitere/Archiv/2010/20100906.pdf.

HPV-Impfung mit Cervarix – Die Europäische Kommission hat einer Zulassungserweiterung des Impfstoffs gegen humane Papillomviren (HPV) Cervarix® von Glaxosmithkline zugestimmt. Damit ist nun offiziell, was die PATRICIA-Studie gezeigt hatte – ohne dass die Daten bislang Niederschlag in der Fachinformation gefunden hätten: Die Vakzine wirkt nicht nur gegen die im Impfstoff enthaltenen krebserregenden HPV-Typen 16 und 18, sondern verfügt in gewissem Umfang auch über eine sogenannte kreuzprotektive Wirksamkeit oder Kreuzprotektion. EB

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