ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2010Randnotiz: Bier und Gesundheit

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Randnotiz: Bier und Gesundheit

Dtsch Arztebl 2010; 107(39): A-1835 / B-1611 / C-1587

Osterloh, Falk

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Nun ist es also passiert. Asien hat Europa als Bier konsumierenden Kontinent Nummer eins abgelöst. Erstmals seit Beginn seiner Auswertungen im Jahr 1975, berichtet das Kirin Insitute of Food and Lifestyle, trinken Asiaten mehr Bier als Europäer. Während Länder wie China und Vietnam seit Jahren zweistellige Zuwachsraten verzeichnen, sinkt der Bierkonsum in Deutschland seit Dekaden kontinuierlich ab.

Asien gedeiht, und Europa welkt? Das klingt doch irgendwie bekannt. Ja, richtig: Unser östlicher Nachbarkontinent lässt uns auch beim Wirtschaftswachstum seit einigen Jahren hinter sich. Bierkonsum und Wirtschaftswachstum gehen Hand in Hand: Nur eine zufällige Übereinstimmung oder eine tiefgreifende, mystische Genossenschaft? Weitere Indizien enthüllt ein Blick ins Inland: Aktuelle Daten aus dem Bundeswirtschaftsministerium belegen, dass die Industrieumsätze in Berlin und Brandenburg im vergangenen Jahr mit einigem Abstand bundesweit am wenigsten zurückgegangen sind. Und im selben Zeitraum hat in diesen Bundesländern der Bierabsatz und -konsum am meisten zugelegt. Ist also tatsächlich etwas dran?

Wenn dem so wäre, wäre dies nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für Philanthropen eine gute Nachricht. Hieße es doch, dass der Mensch nicht zum Frustsaufen neigt, sondern zum Begießen des Aufschwungs. Inwiefern Bier für die Gesundheit des Menschen zuträglich ist, bleibt nach wie vor umstritten. Für die Wirtschaft hingegen scheint es durchaus zuträglich zu sein. Wenn man demnächst also wieder einmal Appetit auf ein schönes Bier entwickelt, dann ist das kein schlechtes Zeichen. Heißt es doch: Es geht aufwärts.

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