ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2010Rolf Bialas †: Zupackender Arzt und Politiker

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Rolf Bialas †: Zupackender Arzt und Politiker

Dtsch Arztebl 2010; 107(39): A-1869 / B-1641 / C-1615

Hibbeler, Birgit

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Rolf Bialas, Foto: privat
Rolf Bialas, Foto: privat

Ärzte wie Prof. Dr. med. Rolf Bialas gibt es nicht viele. Der Internist und langjährige Präsident der Ärztekammer Hamburg war nicht nur in der Berufspolitik aktiv, sondern engagierte sich auch erfolgreich in der „normalen“ Politik. Als Mitglied der Hamburger Bürgerschaft und Bausenator bestimmte er die Geschicke seiner Heimatstadt mit. Am 4. September ist Bialas im Alter von 81 Jahren gestorben.

„Wir verdanken ihm viel“, sagte Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Ärztekammer Hamburg. Bialas habe sich nahezu sein komplettes berufliches Leben engagiert. „Wir verneigen uns vor einem Arzt, der auf der einen Seite zupackend war und vieles erreicht hat, dessen ärztliches und menschliches Handeln aber immer von zutiefst ethischen Grundsätzen geprägt war“, so Montgomery.

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Bialas wurde 1929 in Hamburg als Sohn eines Milchhändlers geboren. Nach Studium und Assistenzarztzeit führte er ab 1962 eine eigene internistische Praxis in der Hansestadt. Schon früh setzte er sich für die Belange seiner Kollegen ein und engagierte sich in der Selbstverwaltung. Sein besonderes Interesse galt der Alterssicherung der Ärzte. Viele Jahre war er Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen.

Bialas saß seit 1970 als FDP-Abgeordneter in der Hamburger Bürgerschaft und war von 1974 bis 1978 Bausenator. Von 1986 bis 1994 wirkte er als Präsident der Ärztekammer Hamburg. Für seine Verdienste erhielt er auf dem Deutschen Ärztetag in Mainz 2009 die Paracelsus-Medaille. Birgit Hibbeler

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