ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2010Krankenhäuser: Erstmals weniger Fallpauschalen

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Krankenhäuser: Erstmals weniger Fallpauschalen

Flintrop, Jens

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Die Krankenhäuser können im nächsten Jahr 1 194 verschiedene Fallpauschalen abrechnen. Erstmals seit Einführung des DRG-Systems 2003 enthält der Fallpauschalenkatalog somit weniger Fallpauschalen als im Vorjahr (2010: 1 200). Darauf haben sich die Krankenkassen, die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) geeinigt. Die Selbstverwaltungspartner zeigten sich optimistisch, dass mit dem neuen Katalog das komplexe Behandlungsgeschehen in den Kliniken noch genauer abgebildet und dadurch adäquat vergütet werden kann.

Die Zahl der DRGs im Fallpauschalenktalog ist auf 1 194 zurückgegangen. Foto: Keystone
Die Zahl der DRGs im Fallpauschalenktalog ist auf 1 194 zurückgegangen. Foto: Keystone

Neben den Fallpauschalen können die Krankenhäuser Zusatzentgelte abrechnen. Hier einigten sich Krankenkassen, DKG und PKV auf 146 Entgelte – drei mehr als 2010.

Für die Ermittlung der Fallpauschalen 2011 wurden die tatsächlichen Behandlungskosten aus 247 Krankenhäusern kalkuliert. Unter den beteiligten Kalkulationshäusern befanden sich auch zehn Universitätskliniken. Für die Berechnung der Fallpauschalen in Hauptabteilungen standen mit der Kalkulationsstichprobe gelieferte Daten von mehr als drei Millionen Krankenhausbehandlungen („Fälle“) zur Verfügung. JF

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