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Zu den Erfahrungen mit der profitgierigen US-amerikanischen Klinik gibt es ein Kontrastbild: Das Verhalten vieler amerikanischer Patienten in Deutschland. Sie lassen sich behandeln, operieren und zahlen die vergleichsweise niedrige GOÄ-Rechnung nicht. Auf schriftliche Mahnung reagieren sie nicht, auf telefonische weichen sie mit hochheiligen Versprechungen aus. Dann verziehen sie nach Amerika, wo sie unauffindbar sind, denn es gibt dort keine Meldepflicht. In einem Fall konnte ich die Adresse des neuen amerikanischen Arbeitgebers ausfindig machen. Ich bat ihn um Angabe der Postanschrift des säumigen Patienten, die für die Zustellung einer rechtswirksamen Zahlungsaufforderung notwendig ist. Sie wurde mir unter Hinweis auf Datenschutz verweigert. Das ist nicht so schlimm, weil nach Auskunft hiesiger Anwälte die amerikanische Justiz ohnehin die Eintreibung ausländischer Forderungen nicht unterstützt, um nicht zu sagen, gezielt verhindert.

Der gute Rat, Vorauszahlung oder Kaution zu verlangen, geht ins Leere. Erstens verstößt er gegen die Regeln der GOÄ, wonach ein deutscher Arzt vorleistungspflichtig ist. Zweitens sind die betreffenden Patienten so gewitzt, dass sie behaupten, nichts bei sich zu haben. Und zumindest für die erste Behandlung drehen sie die Sache so, dass der Arzt akut helfen muss.

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Dr. med. Eberhard W. Grundmann,
93133 Burglengenfeld

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