ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2010Ferdinand Gerlach: Hüter des schlafenden Riesen

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Ferdinand Gerlach: Hüter des schlafenden Riesen

Dtsch Arztebl 2010; 107(40): A-1935 / B-1695 / C-1667

Korzilius, Heike

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Ferdinand Gerlach Foto: Universität Frankfurt/M.
Ferdinand Gerlach
Foto: Universität Frankfurt/M.

Prof. Dr. med. Ferdinand Gerlach (49) ist Ende September zum Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) gewählt worden. Er tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. med. Michael Kochen an. Gerlach ist Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt/M. und seit 2007 Mitglied des Sachverständigenrats Gesundheit der Bundesregierung.

Jetzt steht er darüber hinaus einer wissenschaftlichen Fachgesellschaft vor, die mit circa 3 600 Mitgliedern zu den eher kleinen zählt. Doch der neue Präsident sieht vor allem deren Potenzial. „Der Trend zeigt steil nach oben“, sagt er. Die Mitgliederzahl sei im vergangen Jahr um fast 30 Prozent gestiegen, nicht zuletzt, weil sich das Fach Allgemeinmedizin mehr und mehr akademisiere. „Angesichts von 58 000 Hausärztinnen und -ärzten in Deutschland ist die DEGAM ein schlafender Riese.“

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Die Etablierung des Fachs an den Universitäten, der Einsatz für eine hausarztkoordinierte Versorgung sowie eine strukturierte Weiterbildung treiben den Allgemeinarzt um. Seine didaktischen und kommunikativen Fähigkeiten leisten ihm dabei ebenso gute Dienste wie seine besonnene und verbindliche Art.

Um neben seinem wissenschaftlichen und politischen Engagement den Kontakt zum ärztlichen Alltag nicht zu verlieren, arbeitet Gerlach einen Tag pro Woche in einer Frankfurter Hausarztpraxis mit – ganz nach dem Motto: „Unser Labor ist die Praxis.“ Heike Korzilius

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