ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2010Albrecht Hennig: Kampf gegen den grauen Star

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Albrecht Hennig: Kampf gegen den grauen Star

Dtsch Arztebl 2010; 107(40): A-1935 / B-1695 / C-1667

Hibbeler, Birgit

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Albrecht Hennig. Foto: Bluesparrow
Albrecht Hennig. Foto: Bluesparrow

Als der Augenarzt Dr. med. Albrecht Hennig (62) im Jahr 1982 nach Nepal ging, konnte er noch nicht ahnen, wie sehr das sein Leben prägen würde. Damals entsandte ihn die Christoffel-Blindenmission (CBM), um beim Aufbau einer augenärztlichen Versorgung in Ostnepal zu helfen. Hennig begann, aus dem Nichts eine Augenklinik aufzubauen – gemeinsam mit seiner Frau Kristina, einer Apothekerin. Mit Lehmhütten und Zelten sei die Zeit bis zur Fertigstellung überbrückt worden, erinnerte sich Hennig später.

Heute kann er auf ein erfolgreiches Lebenswerk zurückblicken: Circa 100 000 Kataraktoperationen hat Hennig durchgeführt. Mittlerweile verfügt das „Sagarmatha Choudhary Eye Hospital“ in Lahan über mehr als 400 Betten und ist nach eigenen Angaben die zweitgrößte Augenklinik der Welt. Für ihren Einsatz erhielten Hennig und seine Ehefrau bereits das Bundesverdienstkreuz. Am 3. Oktober wurden sie nun in Berlin mit der „Quadriga“ geehrt. Die Schauspielerin Iris Berben hat ihnen die Auszeichnung überreicht.

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Hennig wurde in Jena geboren und wuchs in Kusel (Pfalz) auf. Er studierte zunächst in Mainz, dann in Berlin, wo er auch seine Weiterbildung absolvierte. 1981 ging er als Augenarzt nach Pakistan und wurde schließlich für die CBM tätig. Hennig entwickelte die „Fishhook-Technik“ – eine Methode, bei der der Linsenkern als Ganzes aus dem Kapselsack des Auges durch einen selbst abdichtenden Tunnel mit Hilfe eines kleinen Hakens entfernt wird. Dadurch wurde der Operationsablauf erheblich beschleunigt. Birgit Hibbeler

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