ArchivDeutsches Ärzteblatt PP10/2010Health Technology Assessment: Unklare Diagnostik bei Burn-out-Syndrom

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Health Technology Assessment: Unklare Diagnostik bei Burn-out-Syndrom

PP 9, Ausgabe Oktober 2010, Seite 437

Hillienhof, Arne

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Das Burn-out-Syndrom scheint immer häufiger aufzutreten. Foto: iStockphoto
Das Burn-out-Syndrom scheint immer häufiger aufzutreten. Foto: iStockphoto

Ein Burn-out-Syndrom ist schwer zu diagnostizieren, eine einheitliche Definition der Erkrankung existiert bisher nicht. Das zeigt jetzt ein beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) veröffentlichtes Health Technology Assessment. Laut DIMDI fehlt ein allgemein anerkanntes Instrument, um Burn-out von anderen Krankheiten abzugrenzen. Dem Institut zufolge bestehen mehrere wissenschaftliche Theorien über Ursachen und Krankheitsverlauf des Burn-out-Syndroms. Die Symptome könnten sehr unterschiedlich sein und seien zudem schwer messbar. Darüber hinaus seien viele Zusammenhänge ungeklärt. „Gegenwärtig liegt es im ärztlichen Ermessen, ein Burn-out-Syndrom zu diagnostizieren und entsprechend zu behandeln“, so die Autoren. Zudem scheine die Erkrankung immer häufiger aufzutreten. „Das verursacht erhebliche Kosten für Wirtschaft und Krankenkassen“, heißt es dazu in dem Bericht. Die Autoren fordern daher hochwertige Studien, um das Burn-out-Syndrom näher zu erforschen. Notwendig seien darüber hinaus eine einheitliche, international gültige Definition, einheitliche, international gültige Kriterien, um das Syndrom von anderen Krankheitsbildern abzugrenzen, ein Diagnose-instrument zur Fremdbeurteilung sowie Untersuchungen zu volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten und finanziellen Auswirkungen auf Patienten und Krankenkassen. hil

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