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Dr. Futterer beschreibt eine kleine Gruppe von Patienten, die mit dem „Gamma-Knife“ einer Operation der isolierten zerebralen Metastase unterzogen wurden, die aber außerdem – nur dann gab es gute Ergebnisse – noch einen sehr guten Karnofsky-Index haben sollten, und deren thorakaler Tumor zudem noch „definitiv“ therapiert werden sollte (Radiochemotherapie, Operation, trimodales Vorgehen). Derartige Patienten sind nicht sehr häufig.

Auch wir denken, dass ein solches Vorgehen in genau definierten Fällen (betrifft auch, aber noch seltener die Nebenniere) bei noch nicht sehr alten Patienten vermutlich gerechtfertigt ist, aber in einem CME-Artikel, der einer endlichen Anzahl von Worten als Begrenzung unterliegt, können Studien an zum Beispiel nur 42 Patienten nicht in allen Fällen Berücksichtigung finden. Die sehr empfohlenen, regelmäßigen Tumorboards an den Zentren helfen, solche Aspekte im Einzelfall einfließen zu lassen.

Unter dem Aspekt der Darstellung des Lungenkarzinoms zum Zwecke der kontinuierlichen medizinischen Wissensvermittlung konnten aus Platzgründen nur spezifische palliative Maßnahmen dargestellt werden. Die Bandbreite der palliativen Medizin, soviel ist uns wohl bewusst, geht darüber weit hinaus. Nicht umsonst umfasst die S3-Leitlinie Lungenkarzinom 150, unser Artikel aber neun Seiten.

Was den Evidenzgrad (4) und die Patientenzahlen für die zugrunde liegenden Studien zu dem Effekt von aeroben Ausdauersportaktivitäten bei (operierten!) Lungenkarzinompatienten angeht, so verweisen wir den Leser auf Literatur (1).

Herr Prof. Lübbe hat recht, palliative Medizin ist unbestritten gerade beim Lungenkarzinom notwendigerweise essenziell. Von der Schmerztherapie, Ernährung, psychologischen Betreuung, Erhaltung der Mobilität und Selbstständigkeit und dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Ende haben wir auch nicht geschrieben. Denn das Thema hieß „Diagnostik und Therapie des Lungenkarzinoms“.

DOI: 10.3238/arztebl.2010.0728c

Prof. Dr. med. Stefan Hammerschmidt

Prof. Dr. med. Hubert Wirtz

Universität Leipzig/Universitätsklinik Leipzig AÖR

Leiter der Abteilung Pneumologie

Liebigstraße 20

04103 Leipzig

E-Mail: wirtzh@medizin.uni-leipzig.de

Interessenkonflikt

Prof. Hammerschmidt erhielt Vortragshonorare und Reisekostenerstattung von der Firma Roche und Vortragshonorare von der Firma GSK.

Prof. Wirtz erklärt, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

1.
Goeckenjan G, Sitter H, Thomas M, et al.: Prevention, Diagnosis, Therapy, and Follow-up of Lung Cancer Interdisciplinary Guedeline of the German Respiratory Society and the German Cancer Society (Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms Interdisziplinäre S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und der Deutschen Krebsgesellschaft). Pneumologie 2010; 64(Suppl. 2): 23–155. MEDLINE
1.Goeckenjan G, Sitter H, Thomas M, et al.: Prevention, Diagnosis, Therapy, and Follow-up of Lung Cancer Interdisciplinary Guedeline of the German Respiratory Society and the German Cancer Society (Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms Interdisziplinäre S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und der Deutschen Krebsgesellschaft). Pneumologie 2010; 64(Suppl. 2): 23–155. MEDLINE

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