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Mit großem Interesse habe ich den Beitrag zu Radon in Innenräumen gelesen und festgestellt, dass das Thema umfassend behandelt wurde und neben gesundheitlichen Aspekten auch auf bauliche Maßnahmen sowie politische Notwendigkeiten wie ein Radonschutzgesetz hingewiesen wurde. Knapp einen Monat nach Annahme des Manuskripts veröffentlichte die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) ein Handbuch zu diesem Thema (1), in dem ein Referenzwert von 100 Bq/m3 vorgeschlagen wird, da ein solcher Wert aus epidemiologischer Sicht gerechtfertigt ist. Das Deutsche Ärzteblatt berichtete darüber bereits am 22. September 2009 (2).

Durch das im Jahr 2005 mit über 100 Radonexperten und Wissenschaftlern aus fast 40 Mitgliedstaaten gestartete „International Radon Project“ versucht die WHO, ein Bewusstsein für die Radonproblematik zu schaffen. Die WHO ist insbesondere daran interessiert, zuerst die politisch Verantwortlichen über die Gesundheitseffekte langjähriger Radonexposition zu informieren, um auf nationaler Ebene die Implementierung der notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen voranzutreiben. Daneben gilt es aber auch, spezifische Berufsgruppen wie Baufachleute anzusprechen, da sie durch angepasste Baumaßnahmen unmittelbar Einfluss auf Radonkonzentrationen in Wohnräumen nehmen können. Schließlich muss die Ärzteschaft in diese Bemühungen miteingebunden werden, um bei der Aufklärung der bestehenden Gesundheitsrisiken durch Radon mitzuwirken. Daher scheint mir dieser Beitrag im Deutschen Ärzteblatt sehr gelungen.

DOI: 10.3238/arztebl.2010.0731b

Dr. P. H. Ferid Shannoun
Department of Public Health and Environment
World Health Organization (WHO)
20 Avenue Appia
CH-1211 Geneva 27
Switzerland
E-Mail: shannounf@who.int

Interessenkonflikt

Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

1.
WHO handbook on indoor radon: a public health perspective: (eds.) Zeeb H, Shannoun F, WHO, Geneva, 2009.
3.
Schmid K, Kuwert T, Drexler H: Radon in indoor spaces—An underestimated risk factor for lung cancer in environmental medicine
[Radon in Innenräumen: Ein in der umweltmedizinischen Diskussion unterschätzter Risikofaktor für Lungenkrebs]. Dtsch Arztebl Int 2010; 107(11): 181–6. VOLLTEXT
1. WHO handbook on indoor radon: a public health perspective: (eds.) Zeeb H, Shannoun F, WHO, Geneva, 2009.
2. Neue WHO-Referenzwerte für Radon in Wohnungen
3.Schmid K, Kuwert T, Drexler H: Radon in indoor spaces—An underestimated risk factor for lung cancer in environmental medicine
[Radon in Innenräumen: Ein in der umweltmedizinischen Diskussion unterschätzter Risikofaktor für Lungenkrebs]. Dtsch Arztebl Int 2010; 107(11): 181–6. VOLLTEXT

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