ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2010Honorar 2011: Spielraum für extrabudgetäre Leistungen

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Honorar 2011: Spielraum für extrabudgetäre Leistungen

Dtsch Arztebl 2010; 107(41): A-1951 / B-1707 / C-1679

Rieser, Sabine

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Sieht noch Diskussionsbedarf: Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler. Foto: dapd
Sieht noch Diskussionsbedarf: Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler. Foto: dapd

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler (FDP) hat vor kurzem erneut den Eindruck erweckt, dass er in den Verhandlungen um Honorarerhöhungen für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte Spielraum bei den extrabudgetären Leistungen sieht. Hier bestehe noch Diskussionsbedarf, erklärte Rösler Anfang Oktober vor der Mitgliederversammlung des Berufsverbands der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen (BNHO) in Berlin.

Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat bereits Details zur ungleichen Verteilung eines Teils der Honorarsumme 2011 zwischen den Kassenärztlichen Vereinigungen sowie zur gleichmäßigen Verteilung auf alle KVen beschlossen. Festlegungen zum Honorarumfang für die extrabudgetären Leistungen stehen in diesen Tagen an.

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Der BNHO-Vorstandsvorsitzende Dr. med. Stephan Schmitz lobte, dass Rösler das Zweitmeinungsverfahren für besonders teure oder risikoreiche Medikamente (§ 73 d SGB V) wieder abschaffen wolle und insgesamt seine anfängliche Ankündigung umsetze, „die Kultur des Misstrauens zu beenden“. Mit Hinweis auf die geplante schnelle Nutzenbewertung würdigte Schmitz zudem, „dass der Zugang zu innovativen Medikamenten nicht rationiert wird“.

Der Vorsitzende des Onkologenverbands hatte vor Röslers Rede aber auch auf die Sorge seiner Kollegen verwiesen, alle extrabudgetären Leistungen, zu denen auch die Onkologievereinbarung zählt, könnten quasi in einen Topf geworfen werden. So bringe man möglicherweise Krebsprävention und Krebsbehandlung in Konkurrenz zueinander, warnte Schmitz. Mit der Onkologievereinbarung wurde zum 1. Oktober 2009 erstmals ein bundesweit einheitlicher Rahmen für die ambulante Behandlung krebskranker Patienten geschaffen. Er umfasst sowohl Mindestmengen wie auch Honorarvorgaben. Rie

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