ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2010Ärzteblatt-Wortwechsel: Fragen Sie den Minister!

POLITIK

Ärzteblatt-Wortwechsel: Fragen Sie den Minister!

Dtsch Arztebl 2010; 107(42): A-2022 / B-1766 / C-1738

Stüwe, Heinz

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Nicht um Gesetzentwürfe oder Positionspapiere geht es bei einer Diskussion in Berlin, zu der das Deutsche Ärzteblatt Minister Philipp Rösler eingeladen hat. Ärztinnen und Ärzte werden ihn mit ihren Problemen aus dem Berufsalltag konfrontieren.

Das Noch-Funktionieren des deutschen Gesundheitssystems ist vor allem dem Verzicht und der Leidensfähigkeit der deutschen Ärzte zu verdanken, dem Verzicht auf Honorar, dem Verzicht auf Lebensqualität und dem Ertragen einer immer unerträglicheren Bürokratie“, schreibt Dr. med. Lothar Rütz, Köln. Der Unmut über die Arbeitsbedingungen in Praxis und Klinik ist groß: „Tatsächlich verbringen viele Ärztinnen und Ärzte im Krankenhaus ihre Zeit damit, Befunde zu sortieren, Akten zu suchen, logistische Telefonate zu führen, zu codieren, Anforderungen in Computer einzugeben, Rehaanträge zu stellen und so weiter“, heißt es in einem Leserbrief von Dr. med. Harald Pless aus Coburg. Und Dr. med. Uwe Popert aus Kassel schreibt: „Zusätzliche Zeit für Bürokratie bedeutet weniger Zeit für Patienten. Und zusätzliche sinnlose Bürokratie bedeutet auch: häufigeres Burn-out.“ Solche Klagen stehen seit Jahren immer wieder im DÄ. Haben sie eine Wirkung? Wo sind die wirklichen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für Krankenhausärzte und Niedergelassene?

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Das Deutsche Ärzteblatt will den aktuell politisch Verantwortlichen, den Bundesminister für Gesundheit, mit den Problemen des ärztlichen Arbeitsalltags konfrontieren – ungefiltert, in Rede und Gegenrede. Zusammen mit der Fachschaftsinitiative Medizin der Humboldt-Universität und der Freien Universität sowie der Ärztekammer Berlin lädt das DÄ ein zu einem Ärzteblatt-Wortwechsel „Medizin trifft Politik“ in Berlin mit Dr. med. Philipp Rösler.

– Ort: Hufeland-Hörsaal im Bettenhochhaus der Charité

– Zeit: Dienstag, 2. November, 18 Uhr

Der FDP-Politiker stellt sich in der Diskussionsrunde den Fragen eines niedergelassenen Facharztes, einer Hausärztin, einer Assistenzärztin und eines/einer Medizinstudierenden. Selbstverständlich sind auch Fragen aus dem Publikum zugelassen. Was sagt der Arzt auf dem Ministersessel zu konkreten Problemen, zu Arbeitsverdichtung, zur weiter um sich greifenden Bürokratisierung? Wie will Rösler eine gute und praxisnahe Ausbildung sicherstellen, so dass Berufsanfänger sich nicht wie heute vielfach überfordert fühlen? Wie will er die Zukunft des Arztberufs gestalten?

Die öffentliche Veranstaltung richtet sich an berufstätige Ärztinnen und Ärzte sowie an Studierende. Das Deutsche Ärzteblatt wird ausführlich berichten.

Heinz Stüwe

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