ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2010Entwicklungshilfe: 20 Millionen Euro für Arzneiforschung

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Entwicklungshilfe: 20 Millionen Euro für Arzneiforschung

Dtsch Arztebl 2010; 107(42): A-2018 / B-1762 / C-1734

Korzilius, Heike

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Besonders Kinder und Mütter sollen von den Maßnahmen profitieren. Foto: dpa
Besonders Kinder und Mütter sollen von den Maßnahmen profitieren. Foto: dpa

Mit 20 Millionen Euro will das Bun­des­for­schungs­minis­terium (BMBF) in den nächsten vier Jahren die Erforschung von Impfstoffen und Medikamenten für Entwicklungsländer fördern. Das hat der Parlamentarische Staatssekretär im BMBF, Helge Braun, am 11. Oktober auf dem Weltgesundheitsgipfel in Berlin angekündigt. Mit dem Geld sollen sogenannte Produktentwicklungspartnerschaften (Product Development Partnerships, PDP) unterstützt werden. Dabei handelt es sich um internationale gemeinnützige Organisationen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Präventionsmethoden, Diagnostika oder Medikamente gegen vernachlässigte und armutsbedingte Erkrankungen zu entwickeln. Sie führen Wissenschaft und Industrie zusammen und finanzieren sich in der Regel aus öffentlichen Geldern oder privaten Spenden. Einer der größten Geldgeber der PDPs weltweit ist derzeit die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung.

Braun erklärte in Berlin, das BMBF wolle mit seiner Förderinitiative vor allem die Gesundheit von Kindern unter fünf Jahren und die Müttergesundheit stärken – zwei der Millenniumsziele der Vereinten Nationen. Die Maßnahme ziele deshalb vor allem auf die Entwicklung von neuen Präventions-, Diagnose- oder Behandlungsmethoden für tropische Krankheiten wie Leishmaniose oder Dengue-Fieber ab – ein Feld, das für die pharmazeutische Industrie ohne eine solche Förderung wirtschaftlich nicht lukrativ wäre. Außerdem will man aus den BMBF-Mitteln Projekte fördern, die auf die Bekämpfung beispielsweise von bakterieller Meningitis, Malaria oder Durchfallerkrankungen abzielen, also Krankheiten, die mit einer hohen Kindersterblichkeit einhergehen. HK

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