ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2010Bayerische Lan­des­ärz­te­kam­mer: Kaplan ist neuer Kammerpräsident

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Bayerische Lan­des­ärz­te­kam­mer: Kaplan ist neuer Kammerpräsident

Dtsch Arztebl 2010; 107(42): A-2016 / B-1760 / C-1732

Schmidt, Klaus

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Der Allgemeinmediziner Max Kaplan steht nun an der Spitze der bayerischen Ärzte. Foto: Bayerische Landesärztelkammer
Der Allgemeinmediziner Max Kaplan steht nun an der Spitze der bayerischen Ärzte. Foto: Bayerische Landesärztelkammer

Der 69. Bayerische Ärztetag Mitte Oktober in Fürth hat sich für Kontinuität und Wandel an der Spitze der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer (BLÄK) entschieden: Er wählte den bisherigen 1. Vizepräsidenten Dr. med. Max Kaplan (58) zum neuen Präsidenten und Dr. med. Heidemarie Lux (59) zur neuen 1. Vizepräsidentin. Die Nachwahl für die restlichen gut zwei Jahre Amtszeit war notwendig geworden, nachdem der seit 2008 amtierende Kammerpräsident, Dr. med. H. Hellmut Koch (67), vor wenigen Wochen aus Krankheitsgründen von seinem Amt zurückgetreten war. Koch wurde von den Ärztetagsdelegierten einstimmig zum Ehrenpräsidenten der BLÄK gewählt. Anfang Oktober hatte die Bundes­ärzte­kammer Koch mit der Paracelsus-Medaille für seine Verdienste geehrt.

Kaplan, Allgemeinarzt im schwäbischen Pfaffenhausen, erhielt ohne Gegenkandidat im ersten Wahlgang 139 von 156 abgegebenen Stimmen; 17 Stimmen waren ungültig. Er kündigte an, die Kammer zu einem Bollwerk für den freien Beruf Arzt zu machen.

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Mit seiner Wahl wurde das Amt des 1. Vizepräsidenten vakant. Hierfür kandidierten Dr. med. Christoph Emminger, Landesvorsitzender des Marburger Bundes (MB) in Bayern, und Heidemarie Lux, Internistin am Klinikum Nürnberg und Beisitzerin im Vorstand des bayerischen MB. Während Emminger vom Marburger Bund offiziell als Kandidat benannt worden war, sah sich Lux von zahlreichen Ärztinnen zur Kandidatur aufgefordert. Das Wahlergebnis zeigt, dass die Interessen der Ärztinnen nach und nach mehr Gewicht erhalten. Lux erhielt von 157 abgegebenen Stimmen 97, Emminger 58; zwei waren ungültig. Die neue 1. Vizepräsidentin sieht sich nicht als Quotenfrau. Sie wies darauf hin, dass der Arztberuf zunehmend weiblich werde. Dem müssten auch die Gremien gerecht werden.

Das Amt des 2. Vizepräsidenten Dr. Klaus Ottmann (67), niedergelassener Urologe in Ochsenfurt, wird von diesem weiterhin ausgeübt. ks

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