ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2010Theodor Windhorst: 60 Jahre und kein bisschen bequem

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Theodor Windhorst: 60 Jahre und kein bisschen bequem

Dtsch Arztebl 2010; 107(42): A-2055 / B-1789 / C-1761

Flintrop, Jens

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Theodor Windhorst. Foto: ÄK Westfalen-Lippe
Theodor Windhorst. Foto: ÄK Westfalen-Lippe

Dr. med. Theodor Windhorst bringt die Dinge auf den Punkt: „Delegation ja, Substitution nein“, lautet etwa sein griffiger Standpunkt, wenn es um die Übertragung ärztlicher Tätigkeiten auf andere Berufsgruppen geht. Die Einführung einer Öffnungsklausel in die amtliche Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) wäre für ihn schlicht „eine Kriegserklärung an uns Ärzte“. Und dem GKV-Spitzenverband bietet er „Nachhilfestunden in der Patientenversorgung“ an, weil dieser den Ärztemangel nicht wahrhaben will.

Nein, der gebürtige Bielefelder geht einem Konflikt nicht aus dem Weg, wenn er ärztliche Interessen gefährdet sieht. Dies war sicher mit ein Grund dafür, dass ihn die Ärztinnen und Ärzte in Westfalen-Lippe 2005 zum Präsidenten der Ärztekammer in Münster wählten und 2009 im Amt bestätigten.

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Windhorsts berufliches Zuhause ist seit 2000 das Klinikum Bielefeld, wo er inzwischen als ärztlicher Direktor das interdisziplinäre Lungenzentrum leitet. Außer in Bielefeld und Münster verbringt der Thoraxchirurg viel Zeit in Berlin. Er ist Vorsitzender des Ausschusses „Gebührenordnung“ der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und somit für das GOÄ-Reformkonzept der BÄK verantwortlich. Weniger öffentlichkeitswirksam, aber dafür um so wichtiger für die Versorgung ist sein Amt als unparteiischer Vertreter des Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses. Er gilt wohl auch deshalb als unparteiisch, weil er lange Jahre als „außerordentliches Mitglied“ dem Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung angehörte.

Am 25. Oktober feiert Windhorst seinen 60. Geburtstag. Jens Flintrop

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