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Den Kollegen Specht, Thorbecke und Coban möchten wir für die kritischen Anmerkungen zu unserem Artikel danken und wie folgt Stellung nehmen:

Zum Zeitpunkt der Annahme des Artikels (20. 8. 2009) waren uns die neuen Gutachtenleitlinien der BAST nicht zugänglich, so dass wir uns auf den aktuell zitierfähigen Kenntnisstand beziehen mussten.

In einem neueren Kapitel zum Thema Epilepsie und Arbeit sind hingegen die neuen Gutachtenleitlinien selbstverständlich berücksichtigt, in denen einige Fristen geändert beziehungsweise präzisiert wurden (1).

Die Darstellung der erwähnten berufsgenossenschaftlichen Empfehlungen zur arbeitsmedizinischen Beurteilung Epilepsiekranker (BGI 585) (2) hätte den Rahmen eines Artikels im Deutschen Ärzteblatt deutlich gesprengt, diese werden aber ebenso im oben erwähnten Kapitel beschrieben.

Nach wie vor halten wir die Dokumentation und die Unterschrift des Patienten für einen wichtigen Punkt.

Wir stimmen vollkommen zu, dass ein ausführliches aufklärendes Gespräch mit dem Betroffenen (und einem Zeugen) die Compliance erhöht und daher gesucht werden sollte. Denn das vertrauensvolle Arzt-Patienten-Verhältnis sollte Ziel einer jeden Behandlungsphase sein. Dabei dürfen wir aber die juristisch einwandfreie Absicherung nicht aus den Augen verlieren und denken, dass sich diese beiden Punkte auch nicht ausschließen müssen. Es wäre schade, wenn der Artikel in diesem Sinne falsch verstanden würde.

Dass die Meldung bei der Straßenverkehrsbehörde eine „ultima ratio“ ist, sollte keine Frage, sondern eine Selbstverständlichkeit sein und fand auch in diesem Sinne im Artikel Erwähnung.

Die vorzeitige Berentung im geschilderten Fallbeispiel ist individuell zu betrachten und steht keinesfalls für die ideale und/oder adäquate Problemlösung – sie entsprach jedoch den Tatsachen ohne weitere Bewertung durch die Autoren.

DOI: 10.3238/arztebl.2010.0767b

Prof. Dr. med. Thomas Kraus

Dr. med. Monika Gube

Institut für Arbeitsmedizin und Sozialmedizin

Universitätsklinikum der RWTH Aachen

Pauwelsstraße 30

52074 Aachen

E-Mail: mgube@ukaachen.de

Interessenkonflikt

Die Autoren beider Diskussionsbeiträge erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

1.
Gemeinsamer Beirat für Verkehrsmedizin beim Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und dem Bundesministerium für Gesundheit. Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung. (6th edition). 2000 (revised chapter „3.9.6 Epileptische Anfälle und Epilepsien“; Stand: 2. 11. 2009).
2.
Ausschuss „Arbeitsmedizin“ des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG): BG-Information: Empfehlungen zur Beurteilung beruflicher Möglichkeiten von Personen mit Epilepsie (BGI 585) Köln: Carl Heymanns Verlag 2007.
3.
Gube M, Ell W, Schiefer J, Kraus T: Medicolegal assessment of the ability to drive a motor vehicle in persons with epilepsy [Beurteilung der Kraftfahreignung bei Epilepsie]. Dtsch Arztebl Int 2010; 107(13): 217–23. VOLLTEXT
1.Gemeinsamer Beirat für Verkehrsmedizin beim Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und dem Bundesministerium für Gesundheit. Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung. (6th edition). 2000 (revised chapter „3.9.6 Epileptische Anfälle und Epilepsien“; Stand: 2. 11. 2009).
2.Ausschuss „Arbeitsmedizin“ des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG): BG-Information: Empfehlungen zur Beurteilung beruflicher Möglichkeiten von Personen mit Epilepsie (BGI 585) Köln: Carl Heymanns Verlag 2007.
3.Gube M, Ell W, Schiefer J, Kraus T: Medicolegal assessment of the ability to drive a motor vehicle in persons with epilepsy [Beurteilung der Kraftfahreignung bei Epilepsie]. Dtsch Arztebl Int 2010; 107(13): 217–23. VOLLTEXT

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