ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2010Beratung: Frauenherz-Telefon: Hilfe bei Depression

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Beratung: Frauenherz-Telefon: Hilfe bei Depression

Dtsch Arztebl 2010; 107(43): A-2114 / B-1837 / C-1809

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Herzkranke Frauen suchen nicht nur den ärztlichen Rat, sondern wünschen sich Gespräche mit Frauen in einer vergleichbaren Situation. Foto: Keystone
Herzkranke Frauen suchen nicht nur den ärztlichen Rat, sondern wünschen sich Gespräche mit Frauen in einer vergleichbaren Situation. Foto: Keystone

Circa 700 000 Menschen werden pro Jahr dem Statistischen Bundesamt zufolge in Deutschland wegen Herzerkrankungen stationär behandelt – nicht nur eine körperliche, sondern auch eine seelische Belastung. Nach Daten der KKH-Allianz entwickelt jeder vierte Mann im Verlauf seiner Herzkrankheit eine Depression, bei den Frauen sogar fast jede Zweite. Dieser Trend bestätigte sich in einer aktuellen Befragung unter den weiblichen herzkranken Versicherten. „Zwei Drittel der befragten Frauen sind demnach oft müde und ohne Antrieb, jede Fünfte gab sogar an, sich hoffnungslos zu fühlen“, erläutert Dr. med. Elisabeth Siegmund-Schultze, KKH-Allianz. Ganz oben auf der Wunschliste der Patientinnen standen Informationen zum Umgang mit ihrer Erkrankung. Zudem äußerten viele Frauen den Wunsch nach Gesprächen mit Menschen, die in einer vergleichbaren Situation sind wie sie selbst.

Aus diesem Grund hat die KKH-Allianz zusammen mit der Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen das Projekt „Frauenherz-Telefon – herzkranke Frauen ehrenamtlich im Einsatz gegen Depression“ für ihre Versicherten gestartet. Betroffene Frauen, ehrenamtliche „Begleiterinnen“, sind telefonisch erreichbar, hören sich die Probleme der Anruferinnen an und geben Hilfestellungen, auch auf Grundlage eigener Erfahrungen (www.kkh-allianz.de). EB

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