ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2010Schadstoffe in Spielzeug: Verbraucherschützer für Krisengipfel

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Schadstoffe in Spielzeug: Verbraucherschützer für Krisengipfel

Dtsch Arztebl 2010; 107(43): A-2079 / B-1811 / C-1783

Hillienhof, Arne; afp

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Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat einen Krisengipfel zur Spielzeugsicherheit gefordert. Damit reagiert der Verband auf eine Untersuchung der Stiftung Warentest. Diese hatte ergeben, dass mehr als 80 Prozent der getesteten Spielzeuge mit Schadstoffen belastet waren. Von einigen Produkten ging eine besondere Gefahr aus, weil sich bei ihnen Einzelteile lösen können, die kleine Kinder leicht verschlucken. Zu den am häufigsten gefundenen Schadstoffen gehören polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Weichmacher (Phthalate), Formaldehyd, Schwermetalle oder zinnorganische Verbindungen.

Mehr als 80 Prozent der Spielzeuge sollen mit Schadstoffen belastet sein. Foto: picture alliance
Mehr als 80 Prozent der Spielzeuge sollen mit Schadstoffen belastet sein. Foto: picture alliance

„Bund und Länder müssen zügig Schritte einleiten, um gefährliches Spielzeug aus dem Verkehr zu ziehen“, forderte vzbv-Vorstand Gerd Billen. Er appellierte an die Politik, die Marktüberwachungsbehörden besser auszustatten und die Zuständigkeit für Spielzeug- und Produktsicherheit beim Bundesverbraucherschutzministerium (BMELV) zu bündeln. Derzeit kümmert sich das BMELV gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Arbeits- und Sozialministerium um das Thema.

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Zudem müssten Behörden bei Verstößen gegen gesetzliche Vorgaben die Möglichkeit haben, die Verantwortlichen zu nennen und Fotos der beanstandeten Produkte im Internet öffentlich zu machen, ohne vorher die Genehmigung der Unternehmen einzuholen. hil/afp

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