ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2010Interview: Schlechter als 1996
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Unserm Herrn Ge­sund­heits­mi­nis­ter gegenüber hat die Kollegin betont, sie verdiene genug. Das Kurzpraktikum war sicherlich noch vor Juli 2010.

Denn mit der Abrechnung für das erste Quartal 2010 kann Frau Elgeti nicht zufrieden sein. Zumindest meine Abrechnung war im Fallwert wieder identisch mit dem Fallwert aus dem ersten Quartal 2008. Dahin war also die in 2009 erkämpfte Erhöhung. Und nebenbei lag bei mir der Fallwert sogar 1996 höher!

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Dann hat Herr Rösler noch gemerkt, dass die – von vielen Fachleuten für schwachsinnig gehaltenen – DMP-Formulare Bürokratie in den Praxisalltag bringen. DMP werden doch nur gemacht, um das Einkommen erträglich zu gestalten. Wie dumm von denen, die es tun.

Er hätte lieber mal ein Rezept ausstellen sollen, zum Beispiel Eprosartan 600 von Ratiopharm. Dann hätte er bemerken können, dass dieses Medikament von 69,09 Euro in 2009 auf 94,19 Euro im Preis gestiegen ist! Das ist eine Steigerung von mehr als 30 Prozent, und jetzt werden auch noch die Patienten mit 9,40 Euro zur Kasse gebeten.

Bei dieser Steigerung geht man als Pharmariese dann doch locker die vom Herrn Minister geforderten zehn Prozent wieder runter.

Und Eprosartan ist nur ein Beispiel. Das wollte unser Herr Ge­sund­heits­mi­nis­ter wohl nicht sehen? Aber das wäre intelligent gewesen!

Wilhelm Schütte, 30102 Braunschweig

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