ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2010Arzneimittel: Budget steigt 2011 um 0,2 Prozent

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Arzneimittel: Budget steigt 2011 um 0,2 Prozent

Dtsch Arztebl 2010; 107(43): A-2079 / B-1811 / C-1783

Hillienhof, Arne

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Das Ausgabenvolumen für Arznei- und Heilmittel steigt 2011 um jeweils circa 60 Millionen Euro. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) geeinigt. Insgesamt liegt das Finanzvolumen für Arzneimittel damit bei etwa 30 Milliarden Euro, das sind 0,2 Prozent mehr als in diesem Jahr. „Angesichts der durch die beiden Arzneimittelgesetze vorgegebenen Sparmaßnahmen ist dies für die Vertragsärzte und die Patienten ein positives Ergebnis, da die Richtgrößen nicht abgesenkt werden müssen“, erklärte KBV-Vorstand Dr. med. Carl-Heinz Müller.

Für die Verordnung von Heilmitteln stehen laut KBV nächstes Jahr ebenfalls 60 Millionen Euro mehr zur Verfügung, das entspricht einem Zuwachs von 1,5 Prozent. Das Verordnungsvolumen steigt damit auf vier Milliarden Euro. Zudem sind in den neuen Rahmenvorgaben der KBV zufolge die Empfehlungen zu Leitsubstanzen und Verordnungsquoten nahezu unverändert geblieben.

„Auch in diesem Jahr ist es der KBV gelungen, das Erreichen von Versorgungs- und Wirtschaftlichkeitszielen mit einer möglichen Befreiung von der Richtgrößenprüfung zu verbinden und dadurch den Regressdruck für die Ärzte zu mindern“, sagte Müller. Aber die Befreiung habe nur Empfehlungscharakter, denn nach wie vor schwebe das „Damoklesschwert der Richtgrößenprüfung“ über den Vertragsärzten in den Ländern. Der KBV-Vorstand forderte deshalb eine eindeutige gesetzliche Regelung, um die Richtgrößen abzuschaffen. hil

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