ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2010Medizinstudium: Bewerberzahlen steigen weiter

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Medizinstudium: Bewerberzahlen steigen weiter

Dtsch Arztebl 2010; 107(44): A-2140 / B-1860 / C-1832

Hibbeler, Birgit

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Das Interesse am Medizinstudium ist ungebrochen. Zum Wintersemester 2010/11 kamen 40 387 Bewerberinnen und Bewerber auf 8 629 Studienplätze. Damit stieg die Zahl der Interessenten im Vergleich zum Vorjahr um 3 050. Das entspricht einem Plus von 8,2 Prozent, wie die „Stiftung für Hochschulzulassung“ (www.hochschulstart.de) auf Anfrage mitteilte. Der Zuwachs ist offenbar darauf zurückzuführen, dass das Fach Humanmedizin sehr beliebt ist. Doppelte Abiturjahrgänge spielten bisher kaum eine Rolle, sagte Bernhard Scheer, Sprecher von Hochschulstart.de – der Nachfolgeeinrichtung der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS). Interessenten für ein Medizinstudium müssen sich weiterhin zentral bei der Stiftung des öffentlichen Rechts bewerben.

Studienplätze in Medizin sind unter Abiturienten heiß begehrt. Foto: dpa
Studienplätze in Medizin sind unter Abiturienten heiß begehrt. Foto: dpa

Nicht nur das Interesse am Medizinstudium ist in der Vergangenheit gestiegen, sondern auch der Frauenanteil unter den Studierenden. Ob sich dieser Trend zum aktuellen Wintersemester fortgesetzt hat, lässt sich allerdings noch nicht sagen. Die Daten werden derzeit ausgewertet. Im Wintersemester 2009/10 waren 61,8 Prozent der Bewerber weiblich (ohne Vorabquoten etwa für ausländische Studierende). Der Anteil bei den Zulassungen zum Studium lag leicht darüber: 62,3 Prozent der Zusagen gingen an Frauen. Das liege unter anderem daran, dass die Bewerberinnen bessere Abiturnoten hätten, so Hochschulstart.de-Sprecher Scheer. Bei den tatsächlichen Einschreibungen lag der Frauenanteil mit 64,3 Prozent noch höher, weil beispielsweise männliche Bewerber zunächst den Wehrdienst ableisten müssen und den Platz nicht antreten können. BH

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