ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2010Arzneimittelverordnungen: Analysetools ermöglichen bessere Steuerung

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Arzneimittelverordnungen: Analysetools ermöglichen bessere Steuerung

Dtsch Arztebl 2010; 107(44): A-2141 / B-1861 / C-1833

Krüger-Brand, Heike E.

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Wie viel habe ich schon verordnet? Die Ärzte sollen künftig zeitnah ein Feedback erhalten. Foto: Fotolia
Wie viel habe ich schon verordnet? Die Ärzte sollen künftig zeitnah ein Feedback erhalten. Foto: Fotolia

Wie haben sich die Bruttoausgaben der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung für Arzneimittel entwickelt? Wie hoch ist der Anteil der Generika und wie groß der von Spezialpräparaten? Fragen wie diese beantwortet der Rx-Trendbericht des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI). Der Trendbericht ist online verfügbar und basiert auf den monatlichen Arzneimittelabrechnungsdaten der Apotheken. Das ZI sammelt die Daten und leitet sie an die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) weiter. Diese können die Daten über einen geschützten nutzerbezogenen Dienst im KV-SafeNet abrufen und zur Beratung der Vertragsärzte nutzen.

Der Rx-Trendbericht bietet die Möglichkeit, auf der Website des ZI einen monatlichen Überblick über das Arzneimittelverordnungsgeschehen in der vertragsärztlichen Versorgung zu erhalten. Zusätzlich zur Entwicklung der Gesamtkosten sind dort die einzelnen Marktsegmente aufgeschlüsselt sowie die Wirkstoffkosten für bestimmte Indikationen, etwa Diabetes, Asthma und Krebserkrankungen.

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Gemeinsam mit den KVen erstellt das ZI ein Analysetool, mit dem die KVen Kennzahlen zur Entwicklung der Arzneiverordnungen in ihren Zuständigkeitsbereichen untereinander vergleichen können. Künftig sollen auch die Vertragsärzte ein zeitnahes Feedback über die eigenen Verordnungen erhalten, indem sie über ein geschlossenes KV-Portal ihre Daten einsehen. Damit können sie ihr Verordnungsverhalten mit dem ihrer Fachgruppe oder Region vergleichen, um so eine bessere Selbsteinschätzung vornehmen und gegebenenfalls rechtzeitig gegensteuern zu können. Weitere Informationen unter www.zi-berlin.de. KBr

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