ArchivDeutsches Ärzteblatt40/1997Der Hautschutz in der Prävention der Berufsdermatosen: Teilweise überholt

MEDIZIN: Diskussion

Der Hautschutz in der Prävention der Berufsdermatosen: Teilweise überholt

Herrmann, Christian

Zu dem Beitrag von Prof. Dr. med. Peter Elsner Dr. med. Walter Wigger-Alberti in Heft 22/1997
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LNSLNS Einige Bemerkungen in diesem Artikel sind nicht ganz zutreffend beziehungsweise überholt. Die Feststellungen des (Schweizer) Autors zum Thema "Gesetzliche Grundlagen des Hautschutzes", denen zufolge die Rahmenrichtlinien der Europäischen Union "Arbeitsschutz" und "Persönliche Schutzausrüstungen" in Deutschland noch nicht in nationales Recht umgesetzt worden seien, bedürfen der Korrektur.
In der Tat ist der deutsche Gesetzgeber auf dem Gebiet des Arbeitsschutzes in den letzten Monaten tätig geworden und hat einige bemerkenswerte und praktikable Rechtsnormen geschaffen. Mit dem Arbeitsschutzgesetz (Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit) vom 7. August 1996 (Bundesgesetzblatt I Seite 1246), geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 27. September 1996 (Bundesgesetzblatt I Seite 1461) und der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen bei der Arbeit (PSA-Benutzungsverordnung) vom 4. Dezember 1996 (Bundesgesetzblatt I Seite 1841) wurden Betriebsarzt und Aufsichtsbehörden wirksame Instrumente für ihre Tätigkeit an die Hand gegeben. Verpflichtet Paragraph 15 Absatz 2 Arbeitnehmerschutzgesetz die Beschäftigten ganz allgemein zur bestimmungsgemäßen Verwendung unter anderem von ihnen zur Verfügung gestellten Schutzausrüstungen, so werden diese Auflagen in der PSA-Benutzungsverordnung konkretisiert. Die Ära von Unverbindlichkeit und rechtlichen Grauzonen ist also auch in diesem Bereich passé.
Darüber hinaus ist mir im fraglichen Beitrag aufgefallen, daß in Abbildung 2 ("Unzureichende HautschutzApplikation im Fluoreszenz-Test . . .") eine rechte Hand dargestellt wurde, die an ihrem IV. Finger einen Ehering trägt. Im Hinblick auf die Indikationen für die Anwendung von Hautschutzmitteln erscheint mir das Tragen von Schmuckstücken recht problematisch. Paragraph 35 Absatz 3 VGB 1 (Allgemeine Vorschriften) vom 1. April 1977, Fassung vom 1. Juli 1991, untersagt denn auch das Tragen von Schmuckstücken (und dazu zählen gemäß Durchführungsanweisungen vom Juli 1991 auch Ringe), sofern sie zu einer Gefährdung führen können, wovon im vorliegenden Falle allerdings auszugehen ist.


Dr. Christian Herrmann
Hohe Tannen 27 · 72488 Sigmaringen


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