ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2010Kommission zur Unterversorgung: Pflege fühlt sich von Rösler ausgeschlossen

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Kommission zur Unterversorgung: Pflege fühlt sich von Rösler ausgeschlossen

KNA

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Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat die Besetzung der Kommission zur Unterversorgung in ländlichen Gebieten kritisiert. Eine Beteiligung von Vertretern der Pflege sei in der von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler (FDP) vorgeschlagenen Arbeitsgruppe offenbar nicht vorgesehen, erklärte DPR-Präsident Andreas Westerfellhaus. „Damit wird die größte Berufsgruppe der am Versorgungsprozess Beteiligten, nämlich die Pflege, erneut außen vor gelassen.“

Immerhin sei die Pflege mit mehr als 11 000 ambulanten Pflegediensten in erheblichem Umfang an der Versorgung im ländlichen Raum beteiligt, sagte Westerfellhaus. Ihr komme zudem eine wichtige Funktion bei der Neuverteilung von Aufgaben im Gesundheitswesen zu. Der Minister müsse sich fragen lassen, wessen Interessen in einer solchen Kommission sichergestellt werden sollten. Dem Gremium sollen unter anderem Vertreter von Bundesländern, Krankenkassen, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und Bundes­ärzte­kammer angehören.

Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium wies die Kritik zurück. Dessen Sprecher, Christian Lipicki, sagte, über die Zusammensetzung der Kommission sei noch gar nicht entschieden. „Es ist aber geplant, die Pflege einzubeziehen.“ kna

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