ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2010Teilnahme an Klinischen Prüfungen: Spezielle Art des Geldverdienens

THEMEN DER ZEIT

Teilnahme an Klinischen Prüfungen: Spezielle Art des Geldverdienens

Dtsch Arztebl 2010; 107(44): A-2162 / B-1878 / C-1848

Frädrich, Andreas

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Der Großteil der klinischen Studien in Deutschland verläuft ohne besondere Vorkommnisse. Gleichwohl muss der „Probandentourismus“ sorgfältig im Auge behalten werden.

Eine klinische Studie ist klinische Forschung an und mit gesunden oder kranken Versuchspersonen unter systematischen, wiederholbaren und überprüfbaren Bedingungen, die spezifische Fragen zur Gesundheit oder Krankheit des Menschen beantwortet und dabei klinische Parameter, Daten und Informationen erfasst. In klinischen Studien werden Arzneimittel, Medizinprodukte, Verfahrensweisen, (Operations-)Techniken, Kosmetika oder Nahrungsergänzungsmittel geprüft.

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Das jeweilige Studienprotokoll gibt die Ein- und Ausschlusskriterien für die Teilnahme einer Versuchsperson an einer klinischen Studie vor. Die Kriterien beschreiben neben allgemeinen Bedingungen, mit welchem Alter, Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit und in welchem Gesundheitszustand allgemein und im Besonderen die Versuchspersonen eingeschlossen werden können und welche Vorerkrankungen zum Ausschluss führen.

Vor der Erprobung eines neuen Wirkstoffs oder Medikaments am Menschen werden präklinische Studien durchgeführt. Hierbei geht es um die Unbedenklichkeit eines neuen Medikaments, wobei neben der Wirksamkeit ein Hauptaugenmerk auf der Verträglichkeit des neuen Wirkstoffes liegt. In der Stufe eins der präklinischen Tests finden normalerweise Tierversuche statt. Stufe zwei umfasst dann weitergehende chemisch-physikalische Tests und toxikologische Untersuchungen, um die Wirkung des neuen Medikaments in Zellkulturen bestmöglich zu erforschen. Bevor ein neues Medikament für den Versuch am Menschen freigegeben wird, muss eine Ethikkommission entscheiden, ob eine weitere Erforschung nicht nur ethisch und moralisch vertretbar, sondern auch für unsere Gesellschaft erstrebenswert ist (§ 40 Arzneimittelgesetz, AMG).

Die Risiken für einen menschlichen Probanden unterscheiden sich je nach Erprobungsphase eines Medikaments. Phase eins wird ausschließlich mit gesunden Probanden durchgeführt, Phase zwei erfolgt dann am kranken Patienten. In Phase eins ist das Risiko einer unerwarteten Nebenwirkung tendenziell noch am größten, da der jeweilige Wirkstoff zum ersten Mal am Menschen erprobt wird. Deswegen gelten gerade in der ersten Erprobungsphase besonders strenge Regelungen und Überwachungen, eventuell sogar verbunden mit stationären Kranken­haus­auf­enthalten, um Probanden jederzeit unter Beobachtung zu halten und bei eventuellen Komplikationen sofort eingreifen zu können.

Der Großteil der klinischen Studien in Deutschland verläuft ohne besondere Vorkommnisse. Gleichwohl steht es mit ihrem Image in den Medien nicht zum Besten. Vielleicht liegt es daran, dass Geld für die meisten Probanden das Hauptmotiv für die Teilnahme ist. Immer häufiger tauchen in Tageszeitungen oder öffentlichen Verkehrsmitteln Anzeigenkampagnen und Inserate auf, wo mit einem neuen Selbstverständnis um gesunde Probanden oder solche mit bestimmten Vorerkrankungen geworben wird. Mehrere deutsche Universitäten haben in den letzten Jahren Prüfinstitute als „Spin-offs“ neu positioniert.

Auch die Mundpropaganda tut ein übriges und erreicht grenzübergreifend vor allem Zielgruppen wie Hartz-IV-Empfänger, Arbeitslose und auch Selbstständige am Existenzminimum, die dieses attraktive Zusatzeinkommen in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise zu schätzen wissen. Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung McKinsey (April 2010) sieht bereits Berlins Zukunft als Zentrum für klinische Studien mit positiven Folgen auch für den Arbeitsmarkt. Die Auszahlung der Teilnahmeprämie erfolgt meist per Scheck oder bar, selten nur per Überweisung. Die Höhe der Entschädigung variiert; da es keine gesetzliche Vorgabe gibt, ist die Bemessung derselben den Instituten überlassen. Der obligatorische Hinweis in der Probandeninformation auf die Steuerpflicht wird gerne ignoriert.

Bei einer Klientel mit Geldnot sind, um in eine Studie eingeschlossen zu werden, falsche Angaben – im harmlosesten Fall zum täglichen Alkohol- oder Tabakkonsum – nicht ausgeschlossen. Kaum einem Hausarzt ist bekannt, dass sein Patient an klinischen Prüfungen teilnimmt – es liegt im Ermessen des Probanden, seinen Hausarzt darüber informieren.

Im Northwick Park Hospital bei London kam es im Jahr 2006 bei einem Medikamententest zu einem folgenschweren Zwischenfall. Foto: dpa
Im Northwick Park Hospital bei London kam es im Jahr 2006 bei einem Medikamententest zu einem folgenschweren Zwischenfall. Foto: dpa

Das Drama der nach Medikamententests lebensgefährlich verletzten Männer bei einem Medikamententest in London im März 2006 hat mit der Vorstellung aufgeräumt, dass solche Studien für die Teilnehmer immer nur leicht und schnell verdientes Geld bedeuten. Gegen Zahlung von etwa 2 000 Britischen Pfund hatten sich acht gesunde Probanden in Großbritannien für die Erprobung der Substanz TGN1412, eines sogenannten superagonistischen mAk, der Firma Parexel zur Verfügung gestellt; diese hatte bei Tierversuchen an Ratten, Kaninchen und Affen laut Tegenero, einer in Würzburg ansässigen Firma, keine Gegenreaktionen gezeigt. Zwei Probanden erhielten nur ein Placebo.

Die TGN1412-Gabe führte bei den sechs Probanden innerhalb weniger Stunden zu akut auftretenden, schockähnlichen Nebenwirkungen. Nacken und Kopf der Probanden waren beängstigend angeschwollen. Augenzeugen berichten, dass sich die Betroffenen vor Schmerzen nur noch krümmen konnten und „sich teilweise die Kleider vom Körper rissen“. Sofort wurden alle Personen auf die Intensivstation verlegt. Zwei Teilnehmer schwebten mit mehrfachem Organversagen noch Tage später in Lebensgefahr.

Die Zwischenfall um TGN1412 löste nicht nur in Großbritannien eine Grundsatzdiskussion aus, ob extrem wirksame monoklonale Antikörper überhaupt weiterentwickelt werden können. Neben dem Versuch in Großbritannien hatte das Paul-Ehrlich-Institut bereits einen Test in Deutschland genehmigt, der ebenfalls an mehreren Probanden gleichzeitig hätte ausgeführt werden sollen. Die Bundeseinrichtung im hessischen Langen ist in Deutschland zuständig für die Prüfung biomedizinischer Arzneimittel. Im Nachgang bildeten sich Expertengruppen, um solche akuten, potenziell lebensbedrohlichen Nebenwirkungen besser einschätzen und schwerwiegende Zwischenfälle künftig verhindern zu können. Als Konsequenz sollten neue, risikoreiche Wirkstoffe in der Erstanwendung vorsichtshalber erst an einer einzelnen Versuchsperson ausprobiert werden, und zwar in „homöopathischen“ Dosen (minimaler antizipierter biologischer „effect level“). Als riskant gilt dabei bereits, was nicht gut einschätzbar ist.

Das Unglück in London tat jedoch hierzulande der Nachfrage nach einer Teilnahme an klinischen Studien keinen Abbruch – im Gegenteil: Nach den Berichten über diesen Vorfall wurden viele erst auf diese spezielle Art des Geldverdienens aufmerksam und erkundigten sich auch bei der Probanden-Kontaktstelle des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte nach „seriösen“ Studien in Deutschland.

Gefährlich ist es auch, wenn international tätige Probanden die Tests zur Haupterwerbsquelle machen – mindestens ein solcher Fall endete schon tödlich: Ein Proband hatte gleichzeitig an mehreren Studien teilgenommen; die dabei verabreichten Medikamente vertrugen sich nicht. Um solche Fälle von „Probandentourismus“ zu unterbinden, entstand eine internationale Datenbank namens „VIP-Check“ in Genf, in der vermerkt wird, an welchen Studien ein Proband teilgenommen hat und welche Wirkstoffe ihm dabei verabreicht wurden. Der Datenschutz in Deutschland verhindert ein zentrales behördliches Melderegister wie etwa in Frankreich.

Bei „VIP-Check“ geht es vor allem um das Überprüfen der speziellen Ausschlusskriterien sowie unerlaubter Mehrfachteilnahmen von gesunden und kranken Versuchspersonen in klinischen Studien. Dabei werden verschlüsselt Daten wie Name, Vornamen, Geburtsdatum, Geschlecht unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Datenschutzgesetze ausgetauscht, vor allem um sicherzustellen, dass die Sperrfristen zur Teilnahme an klinischen Prüfungen eingehalten werden. Hierzu muss zuvor eine entsprechende Einwilligung vom Probanden unterzeichnet werden. Da es in Deutschland keine gesetzliche Meldepflicht gibt, sind etliche Prüfinstitute diesem kommerziellen Melderegister von Versuchspersonen nicht angeschlossen.

Jeder Proband muss eine ihm vorzulegende Einverständniserklärung über die Teilnahme an der klinischen Prüfung unterzeichnen; ihm sind Datenschutzerklärung, Hausordnung, Probandeninformation und die Versicherungsbestätigung über den Abschluss der Probandenversicherung für die Durchführung einer klinischen Prüfung im Sinne des Arzneimittelgesetzes vorzulegen. Hier sind Versicherungsumfang und -leistungen genau geregelt, bis zum Invaliditäts- oder Todesfall mit Versicherungssummen bis zu 500 000 Euro.

Viele Sponsoren klinischer Studien in Deutschland sind internationale Auftraggeber. Denn deutsche Prüfeinrichtungen genießen international eine hohe Reputation mit einem sehr hohen medizinisch-wissenschaftlichen Standard und sind zudem oft günstiger als vergleichbare Einrichtungen etwa in den USA. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte führt regelmäßig Inspektionen durch. Zu einem „critical finding“ gehört dabei das Auffinden eines Probandenvertrags ohne Unterschrift, der neben einer Strafanzeige beim Staatsanwalt auch zur Nichtigkeit und damit sehr teuren Stornierung der gesamten Studie führen kann, weil damit die Glaubwürdigkeit der Studie und die Sicherheit der Teilnehmer kritisch gefährdet wurden.

Andreas Frädrich

Erlebnisbericht eines Studienteilnehmers

Fünf Wochen ging alles gut. Trotz rationiertem Essen und Krankenhauskost, dabei viel zu viel Butter und Wurst. All dies belastete bislang nicht unsere Stimmung, höchstens bei einigen den BMI. Manche geraten über ihr Normalgewicht, ein Ausschlusskriterium. Es gibt berechtigte Beschwerden und Bitten nach Abwechslung auf dem Speiseplan. Einige verzichten sogar auf das Mittagessen, durchhalten beziehungsweise durchbeißen heißt die Parole. Von echtem Kaffee, Schwarzbrot oder Schokolade kann man nur träumen. Sex, Drugs und Rock ’n’ Roll sind tabu. Jegliche Aufregung und sportliche Betätigung sind verboten. Das Studiendesign lässt es nicht zu.

Wochenlanger Müßiggang in einem abgeschlossenen Ambiente zerrt mitunter an den Nerven. Foto: dpa
Wochenlanger Müßiggang in einem abgeschlossenen Ambiente zerrt mitunter an den Nerven. Foto: dpa

Mit einem Mal gibt es plötzlich trotzdem Geschrei auf dem Linoleumgang. Endlich was los nach dem wochenlangen Müßiggang und dem eintönigen Fernsehprogramm: Zwei Zimmer weiter hat einer wohl die Nerven verloren, zwei Schwestern eilen herbei, um zu schlichten. Nach einem Streit aus nichtigem Anlass kommt einer aus unserer multikulturellen Schicksalsgemeinschaft schließlich auf ein Einzelzimmer, da kann er schmollen, nach Möglichkeit ohne dass der Blutdruck darunter leidet. Ich bin froh, dass wir in unserem Zimmer zu dritt so eine gute Kameradschaft haben.

Wir alle drehen hier auf engem Raum am Rad, oder besser gesagt an der Tastatur, da müssen wir uns täglich mehrmals einigen, was das Fernsehprogramm so hergibt. Einige liegen fast Tag und Nacht im Bett, wochenlang. Andere laufen den Gang hoch und runter, weiter geht’s nicht. Der Countdown läuft.

Besuch von Angehörigen gibt es nur selten, und das geht nur mit Anmeldung. Dabei werden die Taschen und Jacken gründlich durchsucht, vor allem auf Schmuggel mit begehrten Lebensmitteln, wie etwa verbotenen Süßigkeiten.

Raus geht’s nicht so einfach, es sei denn, man gibt auf. Alle Ausgänge sind alarmgesichert und kameraüberwacht. Wir dürfen höchstens einmal alle vier bis fünf Tage ans Tageslicht, aber erst nach Sonnenuntergang, und dies auch nur unter ärztlicher Aufsicht für höchstens eine Stunde. Dabei dürfen wir keine anstrengenden Tätigkeiten vollbringen. Es gibt auch ermahnende Worte, wenn wir uns zu lange am Fenster aufhalten und die Sonne scheint. Sonst werden einfach die Jalousien heruntergefahren. Das Sonnenlicht muss strikt gemieden werden, wegen möglicher Wechselwirkungen.

Wir sind keine Vampire und auch nicht in einem Internierungslager. Wir sind alle ziemlich durchschnittlich, vom Typ Kaukasier, sind gesund hierhergekommen, ganz normal berufstätig oder gerade arbeitslos gemeldet, Überlebenskünstler, manchmal aus Osteuropa stammend. Jeden Morgen wird hier in der nicht-öffentlichen Station im zwölften Stock eines Krankenhauses der Blutdruck gemessen, ein EKG geschrieben und sich nach dem Wohlbefinden erkundigt. Vor einiger Zeit haben 16 Probanden nach erfolgreichen Voruntersuchungen, Befragungen und Aufklärung eingewilligt, sich an dieser klinischen Prüfung über fünf Wochen zu beteiligen. Gegen eine Aufwandsentschädigung von knapp 900 Euro pro Woche bekommt jeder ein neues Medikament gegen Herpes labiales über einen bestimmten Zeitraum verabreicht . . .

Nach fünf Wochen ununterbrochenem stationärem Aufenthalt haben wir es geschafft und freuen uns, endlich nach Hause zu kommen. Außer auffällig blassen Gesichtern und dem einen oder anderen Bauchansatz kam es zu keinen nennenswerten Nebenwirkungen. Der Streitbare aus dem Einzelzimmer hat es besonders eilig, er fährt gleich zur nächsten Studie.

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am Dienstag, 11. September 2012, 16:00

Gerüstbauer arbeiten NUR für Geld und leben am gefährlichsten!

Was die Beweggründe angeht, wer tut dies nicht für das Geld?
Zumindest an pharmakologischen Studien nimmt wohl NIEMAND umsonst teil.
Auch an einer Bedrest-Studie nimmt NEIMAND teil, wenn er für z.B. 2 Monate im Bett liegen (NIE aufstehen!) nicht

z.B. 14.000 Euro bekäme.
Aber auch für 8h oder 30h usw. an Schläuche angeschlossen im Bett liegen ("Clamping") macht NIEMAND umsonst.

Dann schon eher irgendwelche Psychologischen Studien, oder aber auch eine Studie zur Verbesserung des Lernens mit z.B. dem Alzheimermedikament Levodopa.
Alles was die Person evtl. selbst interessieren bzw. unterhalten könnte.


Lassen wir also zumindest die theoretische Möglichkeit von höheren Bewegründen stehen. Sie werden ja von Denen, die ethische Konflikte wittern, gerne angeführt.
Dann steht diese Tätigkeit aber schon weit über einer Festanstellung im SUpermarkt, Baumarkt, XYZ-Handel oder wohl jeder Büroarbeit. Egal ob als Angestellter oder Beamter, egal ob als Büroleiter oder Amtsleiter, egal ob für 1600 oder 6000 Euro monatlich.

Sie alle tun dies AUSSCHLIEßLICH für das GELD.
Ganz einfacher Test zur Identifizierung einer minderwertigen Arbeit:
"Würden Sie ihre Arbeit noch weiter ausüben, wenn Sie 27Mio im Lotto gewinnen".
Irelevant ob die Person sofort oder auch ein Jahr später kündigt.

Und was die Gefahr für die Gesundheit angeht, sollte man nur mal über die Gesundheitlichen Risiken ehcter Berufe nachdenken.
Der Bäcker schleppt 50Kg-Säcke, hat die Gefahr einer Mehlstaublunge usw.. Da könnte ich sicher noch X Andere Berufe aufzählen. Beim Polizist muss ich wohl nichts erklären. Und auch der würde SOFORT hinschmeißen wenn er zu viel Geld kommt.
Sehr schlecht sieht es aus für Gerüstbauer, Dachdecker und Bergleute. Alles Berufe auch in Deutschland.
Die Top5:
Platz 1: Gerüstbauer, Platz 2: Dachdecker, Platz 3: Bergleute, Platz 4: Pflasterer, Platz 5: Fleisch-/Wurstwarenhersteller
=> http://www.welt.de/gesundheit/article13340680/Die-Rangliste-der-50-gefaehrlichsten-Berufe.html

Zitat:
"In Gruppe 1 tummeln sich Zahnärzte, Anwälte und Steuerberater; in Gruppe 5 die Sprengmeister, Gerüstbauer, Zimmermänner und Kellner"
Anmerkung von mir: Zahnärzte haben die höchste Suizidrate (Ärzte allgemein).
=> http://www.daswissensblog.de/welche-berufsgruppe-hat-die-hoechste-selbstmordrate/

Das ist zwar hier weniger relevant, aber die einfachen Berufe rauchen und trinken mehr, was sie auch früher sterben lässt.


Wohingegen der theoretische "Berufsproband" ständig auf alle seine Blut- und Leberwerte, Hepatithis, HIV usw. getestet wird, und immer einen gewissen Druck hat sich Gesund zu halten.



Kommen wir zum "Wert für die Gesellschaft".
Da steht der Proband weit über dem Kassierer.
Der Kassierer ist sogar negativ zu bewerten, weil er mittlerweile möglicherweise den Fortschritt behindert.
Gäbe es einen Mangel an Menschen die diese Arbeit machen (bzw. machen "wollen"), wären schon längst flächendeckend selbszahlensupermärkte Standard.

Die Migro in der Schweiz dachte bei Einführung des Barcodes schon ernsthaft daran die Kassierer abzuschaffen.
Jetzt steht die Einführung der RFID-Chips auf jedem Joghurtbecher bevor.
Damit gibt es keinen Grund mehr nicht zu automatisieren. Man schiebt den Einkaufswagen in eine Schleuse, der Inhalt wird erkannt (lose im Wagen), man zahlt am Automaten (auch mit RFID-Chipkarte), und verlässt den Laden.
Wenn es dann noch Kassierer gibt, wäre das ein unwürdiges Almosen, auf Kosten der Kunden (dauert länger, sie müssen aus und wieder einräumen...).
Das Gleiche mit Taxifahrern, LKW-Fahrern, Busfahrern usw, wenn in 6-8 Jahren die selbstfahrenden Autos serienreif sind (separat angekündigt von Google und GM).
Bei denen kommt dann zum Almosenfaktor (was kein Unternehmen macht, wenn es die automatische Alternative gibt) noch die (dann vermeidbare) Verkehrsgefährdung hinzu.

Die automatischen Fahrzeuge haben eine (viel) geringere Unfallquote.
In den Hundertausenden Km der Testwagen (Highways, San Franzisko...) gab es noch keinen einzigen Unfall.
Ethisch wäre es sehr fragwürdig (zumindest Gewerblich) dann noch Menschen fahren zu lassen.
Bestandsschutz für Altautos ist möglich.
Aber auch ein Zwang bei gewerblichen Anbietern. Oder eine so hohe Subvention, dass es sich für JEDEN lohnt.
Nachrüstung sollte auch möglich sein, und stark subventioniert werden.
Natürlich sollten oder wären die Versicherungsbeiträge für selbst fahrende Menschen auch sehr viel höher als für selbst fahrende Autos.



Zugleich an mehreren Studien teilnehmen:
Wie sah der Plan der beiden Studien aus?
Normalerweise bleibt der Proband nach der Verabreichung viele Tage stationär.
Oft sogar extra mit Auswaschphase.
Was die 3 Monate angeht, die sind wahrscheinlich seeeeehr sehr großzügig gewählt.
Auch absichtlich lange wirkende Stoffe sind nach spätestens 1-2 Wochen im Promille-Bereich.
Ich vermute da auch "Ethische" Beweggründe.
Wobei gerade "Ethik" seeehr unterschiedliche Ansichten bedeuten kann.
Ich finde es z.B. absolut unethisch und sogar faschistoid (im ernst) Menschen Vorschriften bezüglich PID,

Designerbabys (wenn sie denn möglich werden), Gendoping (auch ohne sportlichen Hintergrund, z.B. irgendwann zur

geistigen Leistungssteigerung) usw. zu machen.
Jeder der durch das Verbot der PID Behindert zur Welt kam (ausdrücklich auch Trisomie!), sollte später darüber

nachdenken die Bundesrepublik Deutschland zu verklagen.
So einen Fall gab es in ähnlicher Form schon. Ein Behinderter verklagte den Arzt seiner Mutter, weil er lebt.
Und er bekam recht, denn der Arzt wusste davon, sagte es aber nicht der Mutter, damit diese nicht abtreibt.
Ich sehe da rechtliche Parallelen. Wenn etwas möglich ist, und der Staat es verbietet, dann sollte er auch die

Konsequenzen tragen.


Wenn der Staat etwas gegen die Teilnahme an Studien aus Geldnotgründen hat, ist das ein weiteres Argument für ein

BGE. Und wenn es am Anfang nur €500 + Krankenkasse wären, wenn man sich günstig einmietet (max. €250 für

1Z-Appartment) und bis auf Strom und Telefon/Internet keine laufenden Verträge hat (50ccm-Roller +

Mitfahrgelegenheiten), kann man davon problemlos leben.

Evtl. verhindern solche Studien auch manchen Tod, weil die Person nicht verhungert oder im Winter erfriert.
Gibt es nicht? Doch, das gibt es. Ein bekannt gewordener Fall war ein Arbeitsloser in Speyer.




"Hausarzt"
Es hat nicht jeder einen "Hausarzt".
Es soll Menschen geben, die nur zum Arzt gehen, wenn sie ein echtes Problem haben.
Ich erinnere mich nur an eine Nebenhöhlenentzündung in evtl. 10 oder gar 20 Jahren, und 1- evtl. 3 mal Zahnprobleme.



VIP-Check

Interessant dass dieses Unternehmen unter "Clients von VIP Check international" nur noch Länder auflistet:
http://www.vipcheck.net/index.php?id=36

Der Titel lässt ja vermuten, dass dort früher Klienten standen.
Was auch stimmt:
http://web.archive.org/web/20070715011605/http://www.vipcheck.net/index.php?id=36

Dort hatte man schon geschrieben:
"Die folgenden Institutionen sind VIP Check Clients:

(... und weitere nicht genannte)"

"und weitere nicht genannte".
Hier hat man also schon damals Unsicherheit schaffen wollen, und dann irgenwann die Klienten entfernt, damit es

nicht zu einfach ist.
Bei jeder Studie erfährt aber der Bewerber ob ein Unternehmen VIP nutzt.
Daher gibt es mittlerweile Listen wie diese:
http://pharmastudien.eu/index.php?option=com_content&view=article&id=3
Nicht sehr schön gemacht (das "Grün" ist oft nicht mal Grün), und der Hinweis dass in ein paar Wochen eine neue

Version erscheint steht da seit Monaten oder Jahren.


Auf das TV-Programm einigen aus der Story:
Ein gebrauchter 7"-LCD-DVB-t-TV kostet um €30.
Dann hat man wenigstens sein eigenes TV-Programm (leider tagsüber statt ZDFneo nur KIKA und kein ComedyCentral), und muss sich nicht die Scripted Reality auf RTL2 ansehen.
Notfalls kann man sich die Öffentlich-Rechtlichen sowie DMAX, Tele5 usw. (nicht die Sender von RTL oder P7/S1) über Zattoo ansehen.
Wenn das WLAN nicht völlig Portgesperrt ist (Angst vor den bösen Tauschbörsen, obwohl die Unterschrift und das Daten loggen [jede aufgerufene Seite...] da schon reicht), kann man auch auf das Sat-TV/Kabel-TV daheim zugreifen (mit einem der Receiver mit der freien Software Enigma2), und so alle Sender sehen, aufnehmen und aufnahmen abspielen.



Was die "Hauppterwerbsquelle" angeht, reichen wie schon erwähnt ca. €6000 im Jahr zum Leben.
Das ist auch bei Einhaltung aller Sperrfristen zu schaffen. Leichter wird dies, wenn man z.B. in einem Wohnmobil lebt. Steuer/Versicherung von €325/Jahr sind möglich (weil Wohnmobile Pauschal besteuert werden, und ein H-Kennzeichnen eines Oldtimer noch mal Geld spart). Das sind ~€30/Monat. Ein Vollwertiger Stellplatz in Deutschland kostet ca. €5,6/Tag oder ~€68/Monat. In Frankreich €4,10/Tag bzw. €123/Monat.
Ein wilder Stellplatz spart auch diese

Wenn man das "muss" (will), tritt ein positiver Effekt ein. Der Mensch achtet sehr auch seine Gesundheit, denn ein

wenig zu hoher Wert kann die Nichtteilnahme bedeuten. Ein erhöhter Leberwert den ein Arzt als "irrelevant" abtut.
Wo diese Internistin auf dem Ultraschall leichte Fetteinlagerungen in der Leber sieht, aber auch auf Nachfrage

bekräftigt dass da keinerlei Änderungen an Nahrung oder mehr Bewegung notwendig sind.
Dass man den Eindruck bekommt, sie hätte Angst dass man in eine Magersucht gerät o_0 .
Auch eine Art der Beleidigung, weil dies den berechtigten Eindruck vermittelt dass SIe annimmt man könnte einer dieser Menschen sein, die was darauf geben was andere sagen. Aus Gruppen"zwang" evtl. schon mal Alkohol oder Tabak oder auch Drogen "ausprobiert" hat. Wie evtl. sie selbst. Und da fühlt man sich auf ein primitives Niveau herunter gezogen.

Viszerales Bauchfett (welches man sehr gut vermuten, aber nur im CT sehen, und nicht in einer Körperfettmessung nachweisen kann) gilt heute als gefährlich. Um so heftiger, dass eine Internistin die leichtes Leberfett sieht nicht daran denkt, und auf Erwähnung des "Viszeralen Bauchfett" abtuend reagiert (was will der Laie...). Evtl. hat sie selbst noch nichts von der Problematik gehört. Lieber Massen an Menschen früher sterben lassen (oder der Gefahr von Herz/Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes usw. aussetzen), weil ein paar Girlies nichts mehr essen 0_o .
Eine 179cm große und ~81Kg schwere Person (die sich in keinster Weise bewegt) solle nichts ändern...
Nach dem Abnehmen (ohne "Diät", denn "Frauen machen Diät, Männer nehmen einfach ab") auf ca. €74Kg waren die erhöten Leberwerte normal.

Auf der anderen Seite verständlich, denn wovon leben Ärzte und besonders Internisten, von genau diesen Problemen.....
Diabetes, Fettleibigkeit usw. ließe sich doch praktisch völlig vermeiden.

Welcher frustrierte Angestellte/Beamte macht sich solche Gedanken über seine Gesundheit?

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