ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2010Medizinische Versorgungszentren: Schlechtere Rahmenbedingungen erwartet

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Medizinische Versorgungszentren: Schlechtere Rahmenbedingungen erwartet

PP 9, Ausgabe November 2010, Seite 485

Meißner, Marc

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Mehr als 40 Prozent der Betreiber von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) erwarten schlechtere Rahmenbedingungen für Kooperationen bei der Patientenbehandlung. Dies ergab eine Umfrage des Bundesverbands Medizinische Versorgungszentren – Gesundheitszentren – Integrierte Versorgung e.V. (BMVZ), die auf dessen 4. Jahreskongress in Berlin vorgestellt wurde. Nur jeder Siebte glaubt an eine Verbesserung durch die Politik der schwarz-gelben Regierung. „Im Vergleich zu den Ergebnissen aus dem letzten Jahr hat sich damit das Verhältnis in etwa umgekehrt“, erklärte Bernd Köppel, Vorsitzender des BMVZ. 2009 erwarteten noch fast 40 Prozent der MVZ-Betreiber bessere Rahmenbedingungen.

Ulrich Orlowski, Ministerialdirigent im Bundesministerium für Gesundheit, betonte, dass man auch weiterhin an MVZ festhalten werde: „Die Frage, ob man die MVZ-Struktur wieder zurückdreht, stellt sich nicht, sondern wie man sie für die Zukunft weiterentwickeln kann.“ Er gehe davon aus, dass MVZ vor allem bei der Sicherung der Versorgung in strukturschwachen Regionen eine wichtige Rolle spielen werden.

Köppel verwies darauf, dass MVZ vor allem ein städtisches Phänomen seien. „Das könnte sich als Problem erweisen, denn die Politik erwartet, dass MVZ die Versorgung auf dem Land verbessern. Die Politik kann aber keine Überversorgung in städtischen Bereichen akzeptieren, wenn die ländlichen unterversorgt sind.“ mei

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