ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2010Endoprothesen: Register für Gelenkimplantate gefordert

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Endoprothesen: Register für Gelenkimplantate gefordert

Dtsch Arztebl 2010; 107(45): A-2203 / B-1911 / C-1879

Cloes, Rasmus

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„Deutschland ist weltweit einer der wichtigsten Standorte für Medizintechnik. Um diesen Status zu halten, müssen wir ein Endoprothesenregister einführen.“ Das hat Heinrich Wecker vom Geschäftsbereich Medizintechnik der Firma Ceramtec AG bei einer Veranstaltung des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) Anfang Oktober in Berlin gefordert.

Bei der Veranstaltung „Fortschritt erLeben“ ging es darum, wie der Nutzen neuer Medizintechnik bestimmt werden kann. Nach Auffassung des BVMed könnte das Register dazu dienen, die Qualität von Gelenkimplantaten besser zu bewerten.

Wie lange hält der Gelenkersatz? Mit einem Register könnte man die Qualität besser beurteilen. Foto: mauritius images
Wie lange hält der Gelenkersatz? Mit einem Register könnte man die Qualität besser beurteilen. Foto: mauritius images
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Allein im Jahr 2009 wurden nach Angaben Weckers etwa 390 000 Endoprothesen eingesetzt. Bisher wird nicht einheitlich dokumentiert, wie lange diese halten, welche Probleme beim Gebrauch auftreten oder wie nützlich sie dem Patienten sind. Wären diese Informationen in einem Register hinterlegt und abrufbar, ließe sich die Qualität der Prothesen besser beurteilen.

Mit der Forderung nach einem nationalen Register für Endoprothesen steht der BVMed nicht allein da. Auch die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie spricht sich seit Jahren dafür aus, ein solches Register einzuführen. Unterstützt werden die Forderungen durch einen Bericht des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information aus dem Jahr 2009. Für den Bericht wurden 30 Endoprothesenregister in 19 Ländern untersucht. rc

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