ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2010Burn-out: Mut zur Offenheit

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Burn-out: Mut zur Offenheit

Dtsch Arztebl 2010; 107(45): A-2241

Geuenich, Katja

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Der Autor beschreibt detailliert und praxisnah das Krankheitsbild des Burn-outs. Seine Beschreibungen berücksichtigen die Dimensionen von Körper, Kognition und Emotion – nicht zuletzt die Verhaltensweisen, die zum Burn-out, aber auch aus diesem hinausführen. Einen prä- und interventiven Schwerpunkt legt Bergner auf den Erwerb emotionaler Kompetenz und die selbstreflektierende Auseinandersetzung mit dem eigenen Beruf als Arzt. Damit hat das Buch einen hohen und positiv zu bewertenden Praxisbezug. Besonders gut gelungen ist dem Autor die Darstellung der weitreichenden Auswirkungen von Burn-out im sozialen Kontext der Betroffenen. Private, soziale und institutionelle Faktoren werden in ihrem Zusammenwirken mit dem Mut zur Offenheit und auch zur desillusionierenden Beschreibung der eigenen Berufswelt dargestellt.

Eindrucksvoll zeigt der Autor die Rückkopplungen, welche zwischen persönlichen und äußeren Risikofaktoren bei einem Burn-out vorliegen können. Einfühlsam, aber in klaren und deutlichen Worten geht er auf die Belastungen des Arztberufs ein. Er unterscheidet dabei sowohl zwischen angestellten und niedergelassenen Ärzten als auch zwischen der Situation unterschiedlicher Berufsgruppen innerhalb des medizinischen Systems.

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Mit zahlreichen Abbildungen, übersichtlichen Tabellen und prä-gnanten Fallbeispielen ist dem Autor ein leserfreundliches und lesenswertes Werk geglückt. Katja Geuenich

Thomas M. H. Bergner: Burnout bei Ärzten. Arztsein zwischen Lebensaufgabe und Lebens-Aufgabe. 2. Auflage Schattauer, Stuttgart 2010, 312 Seiten, kartoniert, 29,95 Euro

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