ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2010Stefan Gronemeyer: An der Spitze des Medizinischen Dienstes

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Stefan Gronemeyer: An der Spitze des Medizinischen Dienstes

Dtsch Arztebl 2010; 107(45): A-2245 / B-1939 / C-1907

Hibbeler, Birgit

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Stefan Gronemeyer. Foto: MDS
Stefan Gronemeyer. Foto: MDS

Wenn Dr. med. Stefan Gronemeyer (49) ehemalige Kollegen trifft, nutzen sie dann die Gelegenheit, um ihm mal so richtig die Meinung zu sagen? Das könnte man zumindest erwarten. Immerhin arbeitet er beim Medizinischen Dienst, und der ist unter Krankenhausärzten nicht gerade sonderlich beliebt. „Aber so ist es nicht“, stellt Gronemeyer klar. Die Gespräche drehten sich um den Klinikalltag, die hohen Belastungen durch den Schichtdienst, um althergebrachte hierarchische Strukturen. Aus Sicht Gronemeyers wird die angeblich durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) verursachte Bürokratie oft übertrieben dargestellt.

Der Internist und Kardiologe gab 2005 seine Position als Oberarzt auf und ging zum Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS). Versorgungsprozesse aktiv mitgestalten – für ihn eine spannende Aufgabe, bei der er auch die praktische ärztliche Erfahrung einbringt. Seit Oktober ist er nun Leitender Arzt und stellvertretender Geschäftsführer beim MDS. Er trat die Nachfolge von Prof. Dr. med. Jürgen Windeler an, der jetzt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen leitet. Gronemeyer ist ein Verfechter der evidenzbasierten Medizin: „Dabei sollten wir auch noch stärker deutlich machen, dass das Pochen auf Nutzenbelegen nichts mit der Realisierung von Sparzielen zu tun hat, dafür aber viel mit Patientensicherheit und Nutzerorientierung.“

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Der MDS berät den GKV-Spitzenverband und koordiniert außerdem die Zusammenarbeit der MDK auf Landesebene. Birgit Hibbeler

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