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LNSLNS Prof. Dr. med. Dr. phil. Dr. jur. h. c. Helmut E. Ehrhardt, em. Ordinarius und ehemaliger langjähriger Direktor des Universitätsinstituts für Forensische und Sozial-Psychiatrie an der Universität Marburg, starb am 19. August im Alter von 83 Jahren.
Helmut E. Ehrhardt, in Kassel geboren, war universell gebildet und wissenschaftlich auf vielen Feldern aktiv. Zunächst studierte er Psychologie, Philosophie, Literatur- und Kunstgeschichte, später Medizin an den Universitäten München, Berlin und Breslau. Im Juli 1939 wurde er zum Dr. phil. promoviert, 1941 zum Dr. med. an der Universität Breslau. Nach vierjähriger Tätigkeit als niedergelassener Nervenarzt in Kaiserslautern kehrte er an die Universität Breslau zurück und habilitierte sich in Breslau bei seinem Lehrer Professor Villinger, inzwischen Direktor der Marburger Universitäts-Nervenklinik. Ehrhardt war bis 1964 Assistent und klinischer Oberarzt, ehe er auf den neugegründeten Lehrstuhl für Gerichtliche und Soziale Psychiatrie an der Universität Marburg berufen wurde. Das spezielle Arbeitsfeld von Prof. Ehrhardt waren die Grenzzonen von Psychia Psychiatrie und Recht. Einfluß genommen hat er auf Probleme der Strafrechtsreform, der Suchtstoffabhängigkeit und der Suchtbekämpfung, der Neuordnung und Verbesserung der psychiatrischen Versorgung sowie die Psychiatrie-Reform. Ehrhardt war vielfältig mit berufspolitischen, wissenschaftlichen Gremien und Selbstverwaltungsgremien der Ärzteschaft auf Bundes- und Landesebene verbunden. Er wurde mit der Ehrendoktorwürde der Juristischen Fakultät der Universität Mainz geehrt; er war Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Die Bundes­ärzte­kammer ehrte ihn in Anerkennung seines Einsatzes in der ärztlichen Fortbildung mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette. Die Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen, Frankfurt, verlieh ihm die Ehrenplakette. Er war lange Jahre in der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Nervenheilkunde e.V. aktiv und hat den Wiederaufbau dieser Gesellschaft nach dem Krieg nachhaltig gefördert. In Anerkennung seines umfassenden wissenschaftlichen Einsatzes und seines Engagements für die Patienten ehrten ihn die deutschen Ärzte mit der Paracelsus-Medaille, die ihm während des 89. Deutschen Ärztetages im Mai 1986 in Hannover überreicht wurde.


Prof. Dr. med. Dr. h. c. Friedrich Jung, em. Ordinarius für Pharmakologie an der Humboldt-Universität zu Berlin, em. Direktor des Zentralinstituts für Molekularbiologie der Akademie der Wissenschaften der damaligen DDR, starb am 5. August im Alter von 82 Jahren in Berlin-Pankow.
Prof. Jungs besonderes wissenschaftliche Interesse galt der Analyse von Funktion und Feinstruktur der roten Blutzellen und hierauf basierend der Aufklärung der Wirkmechanismen von Phenylhydrazin und anderen Blutgiften. EB

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