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Beim Lesen des Artikels habe ich mich gefragt, wie der Autor zu diesen Behauptungen beziehungsweise Unterstellungen kommt, dass Ärzte sich zu wenig um adipöse Patienten bemühen. Dort, wo ich bisher gearbeitet habe, ist es überall üblich und normal, Patienten auf ihr Übergewicht beziehungsweise Ernährungs- und Bewegungsverhalten anzusprechen. Mein Eindruck ist keineswegs, dass Ärzte mehr sensibilisiert oder fortgebildet werden müssten, da sehe ich keine Defizite. Mein Eindruck ist vielmehr, dass der „Schwarze Peter“ den Ärzten untergeschoben werden soll: Sie seien „negativ eingestellt“, würden die Adipösen „stigmatisieren“, unterstellten eine mangelnde Compliance und es gebe eine „Unterversorgung“.

Die Wortwahl des Artikels suggeriert, die Verantwortung liege beim Hausarzt. Nun ist es doch genau die passive Erwartungshaltung der Patienten, die die Adipositas fördert. Ist es nicht so, dass die Verantwortung für die Lebensführung beim Patienten selbst liegt? Ich als Ärztin bin gern bereit, Menschen zu helfen, die ihre Gesundheit erhalten oder fördern wollen. Aber die Initiative muss doch in erster Linie vom Menschen selbst ausgehen.

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Welch ein praxisferner Artikel!

Dr. Astrid Eichler, 31848 Bad Münder

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